20 June 2026, 18:00

Deutschlands Handelsdefizit mit China erreicht Rekordhöhe von 90 Milliarden Euro

Studie: Fairerer Yuan-Kurs könnte Milliarden nach Deutschland bringen

Deutschlands Handelsdefizit mit China erreicht Rekordhöhe von 90 Milliarden Euro

Deutschlands Handelsdefizit mit China ist auf etwa 90 Milliarden Euro angewachsen. Die Schere ging weiter auseinander, da die deutschen Exporte nach China stark zurückgingen, während die Einfuhren chinesischer Waren deutlich zunahmen. Ökonomen warnen, dass der unterbewertete Yuan die Handelsströme verzerrt.

Seit 2021 verhindert China eine Aufwertung des Yuan gegenüber dem Euro. Diese Politik macht chinesische Exporte günstiger und Importe nach China teurer. Dadurch gewinnt China Marktanteile, indem es Waren unter ihrem fairen Wert anbietet.

Die unterbewertete Währung belastet die deutsche Wirtschaft. Eine faire Bewertung des Yuan könnte das deutsche BIP innerhalb von drei Jahren um über 40 Milliarden Euro steigern. Für China würde ein stärkerer Yuan zunächst zu einem BIP-Rückgang führen, später jedoch durch wachsende Binnennachfrage einen Aufschwung auslösen.

Der IW-Ökonom Jürgen Matthes bezeichnete Chinas Währungsmanipulation als „Gift für den Freihandel“. Er argumentiert, dass ein fairerer Yuan-Wechselkurs helfen würde, die chinesische Wirtschaft umzustrukturieren – langfristig zum Vorteil beider Länder. Durch die Unterbewertung des Yuan entgehen der deutschen Wirtschaft über drei Jahre hinweg mehr als 40 Milliarden Euro. Ein fairerer Wechselkurs würde das Handelsungleichgewicht verringern und ein nachhaltigeres Wachstum fördern. Die aktuelle Politik vertieft jedoch weiterhin die Kluft zwischen den beiden Volkswirtschaften.

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