22 March 2026, 20:01

DIHK-Chefin warnt: Ohne Reformen droht Deutschlands Wirtschaft der Kollaps

Plakatwerbung für Bergbahn, Deutschland, als Elektrostadt mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

DIHK-Chefin warnt: Ohne Reformen droht Deutschlands Wirtschaft der Kollaps

Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin des DIHK, hat dringende Reformen gefordert, um die deutsche Wirtschaft zu stärken. Ohne schnelles politisches Handeln sehe die wirtschaftliche Zukunft des Landes düster aus, warnte sie. Zu ihren Vorschlägen gehören die Senkung der Energiesteuern, die Verringerung der Lohnnebenkosten sowie der Abbau bürokratischer Hürden noch vor dem Sommer.

Melnikov beschrieb Deutschland als einen zunehmend schwierigeren Standort für Unternehmen. Das aktuelle System sei "zu teuer, zu langsam und zu kompliziert" – eine Einschätzung, die viele kämpfende Betriebe teilen.

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Laut dem DIHK-Unternehmensbarometer von Mitte 2024 nennen 95 Prozent der befragten Firmen die EU-Bürokratie als ihr größtes Problem. Besonders belastend seien hohe Compliance-Kosten, komplexe Berichtspflichten und langsame Genehmigungsverfahren. Betroffen sind vor allem Branchen, die mit Vorschriften wie der CSRD (Unternehmensnachhaltigkeitsberichterstattung), der CSDDD (Lieferketten-Sorgfaltspflicht) und der EUDR (Entwaldungsverordnung) konfrontiert sind. Doch auch kleine Unternehmen und Start-ups ächzen unter der Last: 84 Prozent der mittelständischen Führungskräfte und 44 Prozent der jungen Gründer:innen fordern einen radikalen Abbau der Bürokratie.

Um die Belastung zu verringern, schlug Melnikov vor, die Energiesteuern auf Diesel, Benzin, Erdgas und Heizöl bis Ostern auf das EU-Mindestmaß zu senken. Dadurch würden die Spritpreise um etwa 35 Cent pro Liter Benzin und 17 Cent pro Liter Diesel sinken. Zudem plädierte sie für eine dauerhafte Reduzierung der Stromsteuer für alle Verbraucher:innen.

Darüber hinaus verlangte sie Sofortmaßnahmen, um die Lohnnebenkosten zu senken und überflüssige bürokratische Hindernisse abzuschaffen. Der Abbau dieser Barrieren, so ihr Argument, würde Unternehmen und dem Staat erhebliche Summen ersparen. Ohne Reformen drohe Deutschland weiter an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.

Melnikov betonte, dass erfolgreiche Reformen dem Land helfen könnten, seine wirtschaftliche Stärke zurückzugewinnen. Sie drängte die Bundesregierung, noch vor dem Sommer zu handeln. Die Stimmung in der Wirtschaft sei so schlecht wie noch nie zuvor, so ihre Feststellung.

Quelle