Dimitri Payet beendet Fußballkarriere nach juristischen Problemen in Brasilien
Hannah RichterDimitri Payet beendet Fußballkarriere nach juristischen Problemen in Brasilien
Der ehemalige West-Ham- und französische Nationalspieler Dimitri Payet hat seinen Rücktritt vom Fußball bekannt gegeben. Der 37-Jährige, der zuletzt für den brasilianischen Verein Vasco da Gama spielte, beendete seine Karriere inmitten anhaltender juristischer Probleme in Brasilien. Seine Laufbahn umfasste Top-Klubs in England, Frankreich und Südamerika und hinterlässt bei Fans und Teamkollegen gleichermaßen bleibende Erinnerungen.
Payet stieg während seiner Zeit bei West Ham United zum Star auf, wo er zwischen 2015 und 2017 zur Kultfigur wurde. In 60 Spielen für die Hammers erzielte er 15 Tore und bereitete 22 weitere vor – seine Kreativität und sein Spielwitz brachten ihm große Anerkennung ein. Seine Leistungen bescherte ihm zudem 38 Länderspiele für Frankreich, darunter einen Platz im Kader, der 2016 das EM-Finale erreichte.
Nach seinem Abschied von West Ham im Januar 2017 kehrte er zu Olympique Marseille zurück, wo er bis 2019 eine Schlüsselfigur blieb. Später folgte Stationen bei AS Saint-Étienne und Vasco da Gama in Brasilien, wo er bis Juli 2024 aktiv war. Seitdem war er vereinslos.
Im März 2025 reichte eine Brasilianerin eine Beschwerde gegen Payet ein und warf ihm "körperliche und psychische Gewalt" vor. Zwar räumte er eine außereheliche Affäre ein, bestritt jedoch die Vorwürfe der Misshandlung. Der Fall soll nun in Brasilien vor Gericht verhandelt werden.
Am Sonntag bestätigte Payet seinen Rücktritt und erklärte, er wolle nicht länger Teil eines Projekts sein, dem er sich nicht voll und ganz widmen könne.
Mit Payets Karriereende geht eine Ära zu Ende, die prägende Momente in der Premier League, der Ligue 1 und im internationalen Fußball umfasste. Die juristischen Verfahren in Brasilien werden indes fortgesetzt; der Prozess soll die gegen ihn erhobenen Vorwürfe klären. Sein Abschied vom Fußball folgt auf eine Phase der Unsicherheit seit seinem Weggang von Vasco da Gama im vergangenen Sommer.






