25 March 2026, 12:38

Dos Bocas: Mexikos umstrittene Olmeca-Raffinerie zwischen Fortschritt und Kritik

Liniengraph, der die US-Öl/Petroleumproduktion, -importe und -exporte im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Dos Bocas: Mexikos umstrittene Olmeca-Raffinerie zwischen Fortschritt und Kritik

Die Olmeca-Raffinerie in Dos Bocas ist seit der Ankündigung von Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo im Februar 2025, das Projekt fertigzustellen und zu optimieren, zum Mittelpunkt nationaler Debatten geworden. Während Befürworter die Raffinerie als Meilenstein auf dem Weg zur energetischen Unabhängigkeit feiern, verweisen Kritiker auf explodierende Kosten, Umweltgefahren und anhaltende Verzögerungen bei der Erreichung der vollen Kapazität.

Im März 2025 nahm die erste Verarbeitungsanlage der Raffinerie den Betrieb wieder auf und verarbeitete täglich zwischen 105.000 und 110.000 Barrel Rohöl. Bis Juni 2025 ging eine zweite Anlage in Betrieb, wodurch die Produktion auf 150.000 bis 160.000 Barrel pro Tag stieg.

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Trotz langsamer Fortschritte stieg die Förderung stetig an. Bis Dezember 2025 erreichte die Anlage im Durchschnitt 263.000 Barrel täglich, mit Spitzenwerten von 320.000 Barrel. Der staatliche Ölkonzern Pemex strebt nun an, bis Ende 2026 die volle Kapazität von 340.000 Barrel zu erreichen.

Sheinbaum Pardo wies die Kritik als "neoliberale Mythen" und "Lügen" zurück und lobte das Projekt als historischen Erfolg. Im Inland unterstützt ihre Partei Morena die Raffinerie als Schritt zur Energiesouveränität. Oppositionsgruppen hingegen verurteilen die Kosten von 18 Milliarden US-Dollar, die ökologischen Schäden und die Ineffizienz – besonders, da die anfängliche Produktion unter 200.000 Barrel blieb.

International fallen die Reaktionen unterschiedlich aus. Die USA äußerten Bedenken hinsichtlich Marktstörungen und Finanzierungsproblemen, während Institutionen wie die Weltbank zögern, das Vorhaben zu unterstützen. China hingegen begrüßt die Partnerschaften mit Pemex. Insgesamt soll die Raffineriekapazität – einschließlich Olmeca und der Raffinerie in Deer Park – bis Ende 2026 auf 1,5 Millionen Barrel pro Tag steigen, wobei die nationale Kapazität allein 1,3 Millionen Barrel erreichen wird.

Die Olmeca-Raffinerie bleibt ein umstrittenes, aber zentrales Element der mexikanischen Energiestrategie. Während Pemex auf volle Produktion drängt, werden ihre wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen die politischen und globalen Diskussionen in den kommenden Jahren weiter prägen.

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