Drei Jahre Haft für Walliser Immobilienentwickler wegen Millionenbetrugs
Emil LangeDrei Jahre Haft für Walliser Immobilienentwickler wegen Millionenbetrugs
Ein Schweizer Gericht hat den ehemaligen Walliser Immobilienentwickler Mike Echenard wegen Wirtschaftskriminalität zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Bezirksgericht Monthey sprach ihn der Veruntreuung von Millionenbeträgen beim Versicherer Helvetia und dem Investmentfonds Tellco schuldig. Das Urteil folgt auf einen viel beachteten Prozess mit mehreren Anklagepunkten.
Echenard, einst Präsident des Eishockeyclubs HC Red Ice Martigny, stand im Verdacht, Gelder aus Immobilienprojekten in Martigny veruntreut zu haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, 11,3 Millionen Franken von Helvetia und weitere 2,4 Millionen von Tellco entwendet zu haben. Das Gericht bestätigte sämtliche Vorwürfe, darunter Finanzvergehen, Vertrauensbruch und schwere Geldwäsche.
Staatsanwältin Cindy Kämpf hatte eine strengere Strafe von vier Jahren ohne Bewährung gefordert. Stattdessen entschied das Gericht, dass Echenard zwölf Monate unbedingt verbüßen muss, während die restlichen zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden – bei einer Bewährungsfrist von zwei Jahren. Die genaue Gesamtsumme der veruntreuten Gelder wurde im Verfahren nicht bekannt gegeben.
Auch ein enger Geschäftspartner Echenards wurde in dem Fall verurteilt. Die Person erhielt eine 16-monatige Bewährungsstrafe sowie eine zweijährige Bewährungsauflage wegen Finanzvergehen und Veruntreuung.
Das Urteil setzt den Schlusspunkt unter einen Fall, der erhebliche Finanzvergehen im Wallis aufgedeckt hat. Echenards Verurteilung umfasst sowohl eine sofortige Haftstrafe als auch eine Bewährungszeit. Die mildere Strafe für seinen Komplizen spiegelt dessen geringere Rolle in den Machenschaften wider.






