30 March 2026, 02:29

Erbschaftssteuer in Österreich: SPÖ und Grüne drängen – doch konkrete Pläne fehlen noch

Plakat mit fettem schwarzen Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rahmen umgeben ist und 'Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für Reiche und große Unternehmen noch weiter.' sagt.

Erbschaftssteuer in Österreich: SPÖ und Grüne drängen – doch konkrete Pläne fehlen noch

In Österreich wird die Debatte über Vermögens- und Erbschaftssteuern immer hitziger. SPÖ und Grüne drängen auf neue Abgaben für Wohlhabende, doch konkrete Pläne gibt es noch nicht. Gerüchte und politisches Taktieren sorgen bei vielen für Unsicherheit – was sich ändern wird und wann, bleibt unklar.

Seit 2008 erhebt Österreich keine Erbschafts- oder Schenkungssteuer mehr. Stand März 2026 liegt der Bundesregierung noch immer kein offizieller Vorschlag zur Wiedereinführung vor. Dennoch hat Finanzminister Markus Marterbauer signalisiert, solche Steuern wieder einführen zu wollen – allerdings frühestens ab 2029.

Die Grünen und die SPÖ bleiben lautstarke Befürworter von vermögensbezogenen Steuern. Grünen-Chefin Leonore Gewessler fordert gezielt, die "Superreichen" mit Erbschaftsabgaben zu belasten. SPÖ-Chef Andreas Babler hatte sich bereits im Wahlkampf für höhere Steuern auf Vermögen ausgesprochen – allerdings ohne nachhaltigen Erfolg.

Widerstand formiert sich bereits: Die Industriellenvereinigung startete eine Kampagne gegen Erbschaftssteuern und warnt vor wirtschaftlichen Folgen. Auch in der Bevölkerung wächst die Nervosität – selbst bei denen, die kaum betroffen wären. Kritiker argumentieren, dass neue Vermögenssteuern ohne eine grundlegende Reform des Steuersystems missverstanden oder schlecht umgesetzt werden könnten.

Österreich hat derzeit eine der höchsten Gesamtsteuerlasten Europas. Doch Rankings zeigen, dass die öffentlichen Leistungen diese Belastung nicht immer widerspiegeln. Zudem nimmt das Land im Vergleich zu anderen Ländern relativ wenig durch vermögensbezogene Steuern ein. Einige Analysten schlagen vor, ein klares, leistungsorientiertes Steuermodell – verknüpft mit sozialem Aufstieg – könnte politisch wirksamer sein als pauschale Abgaben.

Bis auf Weiteres ist vor 2029 keine Rückkehr der Erbschafts- oder Schenkungssteuer geplant. Während Grüne und SPÖ weiter auf Reformen drängen, leisten Wirtschaftskreise Widerstand. Ohne detaillierte Vorschläge bleibt ungewiss, ob und wie sich das österreichische Steuersystem in den kommenden Jahren wandeln wird.

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