Ex-Assistentin stiehlt 1,2 Millionen Euro – und landet im Gefängnis
Eine ehemalige persönliche Assistentin in Singapur ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden, nachdem sie ihrem Arbeitgeber über 1,8 Millionen Singapur-Dollar (rund 1,2 Millionen Euro) gestohlen hatte. Die 53-jährige Judy Teh Mui Eng nutzte ihre Position über fast sieben Jahre hinweg aus, um Firmengelder in ihre eigenen Unternehmen und auf private Konten umzuleiten.
Zwischen Juni 2010 und April 2017 arbeitete Teh in einem Leasingunternehmen, wo sie für die Bearbeitung von Zahlungsbelegen und Schecks zuständig war. Sie missbrauchte ihren Zugang, indem sie vorspiegelte, Zahlungen seien vom Bruder ihres Chefs – einem Geschäftsführer des Unternehmens – genehmigt worden. Mit radierbarer Tinte fälschte sie Scheckangaben und ersetzte die ursprünglichen Empfänger durch die Namen ihrer eigenen Firmen.
Der Betrug flog im Mai 2017 auf, nachdem eine interne Untersuchung die Unstimmigkeiten aufgedeckt hatte. Teh bekannte sich in 26 Anklagepunkten schuldig, darunter Urkundenfälschung und Geldwäsche. Weitere 130 ähnliche Straftaten wurden bei der Strafzumessung berücksichtigt.
Sie gab zu, das gestohlene Geld für ihre Unternehmen und private Ausgaben verwendet zu haben. Obwohl sie den vollen Schadensersatz leistete und Reue zeigte, verurteilte sie das Gericht zu drei Jahren und drei Monaten Haft.
Laut Handelsregister ist Teh noch immer als Geschäftsführerin einer Kneipe eingetragen, doch über ihre aktuelle Tätigkeit liegen keine weiteren Details vor.
Der Fall verdeutlicht die Risiken finanzieller Pflichtverletzungen in vertrauensvollen Positionen. Tehs Handlungen verursachten ihrem früheren Arbeitgeber erhebliche Verluste, und die rechtlichen Konsequenzen sind nun vollstreckt. Die Rückzahlungen hat sie bereits in voller Höhe geleistet; ihre Haftstrafe tritt sie nun an.






