Ex-Gefängniswärter gesteht schweren sexuellen Missbrauch an Häftlingen in Michigan
Emil LangeEx-Gefängniswärter gesteht schweren sexuellen Missbrauch an Häftlingen in Michigan
Ein ehemaliger Justizvollzugsbeamter im Women's Huron Valley Correctional Facility in Michigan hat gestanden, Gefangene sexuell missbraucht zu haben. Joshua Lee bekannte sich in einem Fall des schweren sexuellen Missbrauchs zweiten Grades für schuldig, nachdem gegen ihn ursprünglich mehrere Anklagepunkte vorlagen. Die Urteilsverkündung ist für den 18. Juni im Washtenaw County angesetzt.
Ursprünglich war Lee in vier separaten Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs angeklagt worden. Ermittlungen ergaben, dass er während seines Dienstes mit mehreren Inhaftierten wiederholte sexuelle Handlungen mit Penetration vorgenommen hatte. Nach dem Recht des Bundesstaates Michigan sind sexuelle Kontakte zwischen Bediensteten und Gefangenen zwar generell verboten, doch gibt es keine spezifische gesetzliche Regelung, die Penetration in solchen Fällen explizit erfasst.
Generalstaatsanwältin Dana Nessel betonte das Engagement ihrer Behörde, solche Übergriffe konsequent zu verfolgen. Sie machte deutlich, dass Ausbeutung von Gefangenen im Justizvollzugssystem des Staates nicht toleriert werde.
Durch sein Schuldeingeständnis verringert sich zwar die Anzahl der Anklagepunkte, doch bestätigt Lee damit seine Beteiligung an schwerwiegendem Fehlverhalten. Der Fall geht nun im nächsten Monat in die Strafzumessung über. Das Urteil wird die rechtlichen Konsequenzen für sein Handeln während seiner Tätigkeit im Gefängnis festlegen.






