06 May 2026, 16:32

Ex-Ministerpräsident Lim Guan Eng wegen Korruption im Tunnel-Projekt angeklagt

Mann in Anzug bei einer Anhörung des Senatsausschusses für Justiz mit Namensschild, Wasserflasche, Stift und Mikrofon auf dem Tisch, sitzende Ausschussmitglieder im Hintergrund.

Ex-Ministerpräsident Lim Guan Eng wegen Korruption im Tunnel-Projekt angeklagt

Ehemaliger Ministerpräsident von Penang, Lim Guan Eng, sieht sich mit schweren Korruptionsvorwürfen konfrontiert

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Der frühere Regierungschef des Bundesstaates Penang, Lim Guan Eng, muss sich wegen schwerwiegender Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit einem 6,34 Milliarden Malaysian Ringgit (RM) teuren Unterwassertunnel-Projekt verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, 3,3 Millionen RM in bar angenommen und eine zehnprozentige Beteiligung an zukünftigen Gewinnen als Gegenleistung für die Vergabe des Auftrags gefordert zu haben.

Im Mittelpunkt des Falls stehen Vorwürfe, Lim habe seine Amtsposition missbraucht, um das Projekt an ein Unternehmen zu vergeben, das mit dem Unternehmer Datuk Zarul Ahmad Mohd Zulkifli in Verbindung steht. Zeugen, darunter Zarul Ahmad selbst, sagten über Treffen und Bargeldabhebungen aus, an denen der Angeklagte beteiligt gewesen sein soll. Die 3,3 Millionen RM sollen bar überreicht worden sein, sodass keine Bankaufzeichnungen oder digitale Spuren existieren.

Die Aussagen des Schlüsselveugen Zarul Ahmad decken sich mit denen anderer Zeugen, darunter Datuk Seri G. Gnanaraja, Azli Adam und Ibrahim Sahari. Die Ermittler legten zudem forensische Gutachten und Fotos als Beweismaterial vor. Trotz des fehlenden offiziellen Geldflusses betont die Staatsanwaltschaft, dass die Beweislage weiterhin solide sei.

Lim sieht sich zusätzlichen Anklagepunkten gegenüber, weil er angeblich staatliches Land an einen Projektentwickler veräußert haben soll, der mit demselben Vorhaben verbunden ist. Der Prozess, der unter der Leitung von Richterin Azura Alwi steht, wird am 14. Mai fortgesetzt.

Ein ermittelnder Beamter bestätigte, dass das Fehlen einer finanziellen Papierspur die Ermittlungen nicht schwäche. Die Anklage beharrt darauf, dass die Bargeldtransaktionen und Zeugenaussagen ausreichen, um die Schuld zu belegen.

Die Verhandlung wird im nächsten Monat fortgesetzt, wobei sich die Staatsanwaltschaft auf Zeugenbefragungen und forensische Beweise stützt. Bei einer Verurteilung drohen Lim schwere Strafen nach den Antikorruptionsgesetzen. Das Urteil könnte auch Auswirkungen auf die künftige Kontrolle großangelegter Infrastrukturprojekte in Malaysia haben.

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