14 March 2026, 07:04

Ex-Mitarbeiterin klagt gegen Staat: "Ich durfte mich nicht verteidigen"

Eine Zeitung mit einer Zeichnung von verstörten roten Figuren, die "heiße Republikaner" genannt werden, auf einem Gitter, mit fetter schwarzer Schrift, die eine ernste Situation betont.

Ex-Mitarbeiterin klagt gegen Staat: "Ich durfte mich nicht verteidigen"

Ein Rechtsstreit zwischen der ehemaligen Mitarbeiterin der Liberalen Partei, Fiona Brown, und dem australischen Staat wird in dieser Woche erneut vor Gericht verhandelt. Brown wirft vor, nach den öffentlichen Vorwürfen von Brittany Higgins, sie habe deren Vergewaltigungsanzeige von 2019 falsch behandelt, zum Schweigen gebracht und kaltgestellt worden zu sein. Im Mittelpunkt des Falls stehen Behauptungen, dass hochrangige Persönlichkeiten – darunter der damalige Premierminister Scott Morrison – sie daran gehindert hätten, sich in den Medien zu verteidigen.

Die Auseinandersetzung wird am Montag vor dem Bundesgericht in einer Verhandlungsführungssitzung fortgesetzt; der Hauptprozess ist für März 2027 über einen Zeitraum von vier Wochen angesetzt.

Brown arbeitete als Büroleiterin der damaligen Verteidigungsministerin Linda Reynolds, als Higgins 2019 die Vergewaltigung im Parlamentgebäude anzeigte. Zwei Jahre später, als Higgins' Vorwürfe öffentlich wurden, bekleidete Brown eine Führungsposition im Stab von Scott Morrison.

Sie behauptet, Morrison und seine Berater hätten ihr verboten, auf Medienanfragen zu ihrer Rolle in der Angelegenheit zu antworten. Zudem gibt Brown an, von wichtigen Sitzungen ausgeschlossen worden zu sein und dass Morrison nach Bekanntwerden des Skandals den Kontakt zu ihr abgebrochen habe. Später behauptete Morrison im Parlament fälschlicherweise, er habe mit Brown über die Unterstützung für Higgins gesprochen.

Ihr einziger dokumentierter Austausch fand statt, nachdem Morrison im Parlament befragt worden war. Er soll zu Brown gesagt haben: "Wir haben doch miteinander gesprochen, oder?" – und sich dann abgewandt haben. Brown beschreibt, dass sie sich durch sein Verhalten eingeschüchtert und verzweifelt gefühlt habe.

Mit ihrer Klage fordert sie Schadensersatz vom australischen Staat und argumentiert, ihr sei effektiv untersagt worden, sich zu verteidigen. Das Bundesgericht wird in dieser Woche eine Verhandlungsführungssitzung abhalten; der Hauptprozess ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Higgins-Skandal. Browns Vorwürfe konzentrieren sich auf angebliche Einschränkungen, die ihr von hochrangigen Amtsträgern auferlegt wurden. Sollte sie mit ihrer Klage erfolgreich sein, könnte dies nicht nur zu einer Entschädigung führen, sondern auch einen Präzedenzfall für den Umgang mit Mitarbeitern in politischen Kontroversen schaffen. Die Anhörung im März 2027 wird ihre Anschuldigungen eingehend prüfen.

AKTUALISIERUNG — 28.02.2026 17:00

Reynolds' 'lying cow' remark adds new layer to Higgins-Brown dispute

Neue Beweise enthüllen innere Spannungen während der Higgins-Affäre. Ein März 2021-Bericht besagt, dass die damalige Verteidigungsministerin Linda Reynolds Higgins in ihrem Büro als "lying cow" bezeichnet hat, was von Mitarbeitern gehört wurde. Dies geschah nach Medienberichterstattung über Unterstützung für Higgins, nicht über die Vergewaltigungsvorwürfe selbst. Separate Morrison's Büro kannte Details des 2019-Vorfalls bereits am 12. Februar 2021, verzögerte jedoch die Information des PM bis zum 15. Februar 2021. Brown wurde auch explizit angewiesen, keine Medienanfragen zu ihrem Rolle in dem Fall zu beantworten.

AKTUALISIERUNG

Brown wirft psychischen Schaden und lange Verfahrensdauer vor

Neue Details sind in dem Rechtsstreit von Fiona Brown gegen die australische Regierung aufgetaucht. Der Fall umfasst nun auch Vorwürfe, dass sie aufgrund des angeblichen psychischen Schadens durch das Schweigen versucht habe, sich das Leben zu nehmen. Das ursprünglich als vierwöchiger Prozess gemeldete Verfahren wird als 19-tägige Verhandlung im Jahr 2027 bestätigt, wobei die Regierung sich weigert, über eine Einigung zu sprechen.

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