06 April 2026, 20:02

Faesers Integrations-Kurs-Stopp: 130.000 Menschen müssen jetzt selbst zahlen

Plakattext besagt, dass Flüchtlinge Gebührenbefreiungen für über 1.000 Coursera-Kurse erhalten und an lokalen Diskussionen teilnehmen können, wobei mehrere Personen mit Taschen darauf hindeuten, dass sie Flüchtlinge sind.

Faesers Integrations-Kurs-Stopp: 130.000 Menschen müssen jetzt selbst zahlen

Eine aktuelle Entscheidung von Bundesinnenministerin Nancy Faeser zwingt rund 130.000 Menschen dazu, ihre Integrationskurse künftig selbst zu finanzieren. Die Neuregelung verlagert die Kosten von etwa 3.000 Euro auf die Teilnehmenden und erschwert damit vielen den Zugang erheblich. Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte kritisierte den Schritt als ungerecht und praxisfern.

Der Bundesrat hat deutlichen Widerstand gegen die neue Regelung signalisiert und den Antrag zur weiteren Beratung an seinen Innenausschuss überwiesen. Kritiker werfen der Bundesregierung vor, mit der Entscheidung jahrelange Fortschritte bei der Schaffung wirksamer Integrationsstrukturen zu untergraben.

Bovenschulte betonte, dass Integration nicht vom Geldbeutel abhängen dürfe. Die Gebühr von 3.000 Euro sei für die meisten Menschen eine unzumutbare Belastung. Ohne Förderung drohe rund 40 Prozent der potenziellen Teilnehmenden der vollständige Ausschluss von den Kursen.

Anbieter von Integrationsprogrammen stehen nun vor drastischen Kürzungen. Viele müssten Personal abbauen, Kurse streichen oder ihr Angebot stark reduzieren. Die neue Regelung gefährde bewährte Strukturen, die Neuankömmlingen seit Langem den Einstieg in die Gesellschaft erleichtern.

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Die finanzielle Umstellung setzt sowohl Lernende als auch Kursanbieter unter enormen Druck. Wenn sich weniger Menschen die Kurse leisten können, droht ein spürbarer Rückschlag für die Integrationsbemühungen. Die weiteren Schritte des Bundesrats werden nun entscheiden, ob die Regelung wie geplant umgesetzt oder noch einmal überarbeitet wird.

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