Fairfield in Montana kämpft um jedes Tropfen Wasser – Dürre und marode Leitungen verschärfen die Krise
Lina SeidelFairfield in Montana kämpft um jedes Tropfen Wasser – Dürre und marode Leitungen verschärfen die Krise
Fairfield in Montana kämpft mit schwerer Wassernot
Die kleine Stadt Fairfield in Montana leidet unter einer massiven Wasserknappheit, verursacht durch marode Infrastruktur und eine jahrelange Dürre. Anwohner, Landwirte und lokale Behörden spüren zunehmend die Belastung, da das städtische Wassersystem den Bedarf nicht mehr decken kann. Fast zwei Drittel der Leitungen stammen noch aus dem Jahr 1946 – undichte Stellen und Ineffizienzen verschärfen die Krise zusätzlich.
Im Sommer erreicht der Wasserbedarf seinen Höhepunkt: Eigentlich wären 2.460 Liter pro Minute über 16 Stunden täglich nötig. Doch das System schafft derzeit nur etwa 1.700 Liter pro Minute – und das auch nur für rund sieben Stunden. Drei der acht Brunnen der Stadt sind bereits ausgefallen, drei weitere arbeiten nur noch mit reduzierter Leistung.
Ein weiteres großes Problem ist der enorme Wasserverlust. Fast die Hälfte des geförderten Wassers geht auf dem Weg zu den Verbrauchern verloren – mehr als das Dreifache der üblichen Verlustrate in kommunalen Netzen. Sowohl der städtische Wasserversorger als auch der Leiter des Bewässerungsverbands Greenfields Irrigation District haben mit Leitungen zu kämpfen, die zwischen 80 und 110 Jahre alt sind und dringend saniert oder ersetzt werden müssen.
Die Knappheit betrifft nicht nur Haushalte. Landwirte und Ranchbesitzer im Sun River Project-Gebiet müssen in dieser Saison mit 25 Prozent weniger Bewässerungswasser auskommen. Einige Anwohner haben bereits aufgegeben, ihre Gärten zu wässern, andere fürchten weitere Einschränkungen. Sollten noch mehr Brunnen versagen, könnte die Stadt sogar auf mobile Toiletten als Notlösung zurückgreifen müssen.
Die Wasserkrise in Fairfield zeigt die Folgen veralteter Systeme und anhaltender Dürre. Ohne dringende Modernisierungen wird die Stadt weiter mit Engpässen kämpfen – mit Auswirkungen auf Haushalte, Landwirtschaft und den Alltag. Die Verantwortlichen stehen nun unter Druck, Lösungen zu finden, bevor sich die Lage weiter zuspitzt.






