Fallas-Fest in Valencia: Polizei stoppt gefährliche Influencer-Feuerwerke und senkt Kriminalität
Lina SeidelFallas-Fest in Valencia: Polizei stoppt gefährliche Influencer-Feuerwerke und senkt Kriminalität
Valencias Fallas-Fest: Schärfere Sicherheitsmaßnahmen stoppen gefährliche Feuerwerks-Aktionen von Influencern
In diesem Jahr erlebte das Fallas-Fest in Valencia eine massive Sicherheitsoffensive: Die Polizei verhinderte riskante Feuerwerksstunts ausländischer Influencer. Bei einer zweiwöchigen Aktion wurden 13 Personen wegen extremer Pyrotechnik festgenommen, während die Gesamtkriminalität im Vergleich zu 2025 um 2,19 Prozent sank.
Acht Personen wurden während der Höhepunkte wie der Nit del Foc und der Cremà in Gewahrsam genommen, nachdem sie starke Feuerwerkskörper in Menschenmengen abgefeuert und dabei zwei Menschen verletzt hatten. Zudem verhafteten die Behörden drei deutsche Staatsbürger, die in einem Hotelzimmer Sprengstoffe gezündet hatten.
Die spanische Nationalpolizei durchkreuzte Pläne ausländischer Influencer, die während der Fallas 2026 spektakuläre – und gefährliche – Feuerwerksaktionen für soziale Medien inszenieren wollten. Die Gruppe, bestehend hauptsächlich aus deutschen und niederländischen Männern, strebte nach viralem Content durch riskante Pyrotechnik. Ein Team von 100 Beamten der Informationsbrigaden und der Judiziellen Polizei überwachte rund 20 Personen und verhinderte so größere Zwischenfälle.
Erstmals unterstützten sechs niederländische Polizisten die Operation und stärkten damit die internationale Zusammenarbeit. Zwölf Influencer wurden bereits vor ihrer Ankunft in Valencia identifiziert und observiert. Die Razzia führte zu 13 Festnahmen im Zusammenhang mit extremer Pyrotechnik – schwere Vorfälle mit Hochleistungsfeuerwerk blieben aus.
Insgesamt verzeichnete das Fest weniger Straftaten als 2025: Sexuelle Übergriffe gingen um 20 Prozent zurück, schwere Diebstähle um 38,3 Prozent und Verletzungen durch Schlägereien sogar um 55,93 Prozent. Auch Autodiebstähle nahmen um 37,14 Prozent ab. Insgesamt gab es 85 Festnahmen – 72 wegen allgemeiner Kriminalität und 13 wegen illegalen Feuerwerksgebrauchs.
Die Sicherheitsmaßnahmen wurden als Erfolg gewertet: Es gab keine schweren feuwerkbedingten Vorfälle, und die Kriminalität sank insgesamt. Die Zusammenarbeit zwischen spanischer und niederländischer Polizei verhinderte gefährliche Aktionen der Influencer. Die Behörden kündigten an, auch künftig Risiken im Vorfeld von Festen genau zu beobachten.






