26 April 2026, 04:01

Falschmeldung entlarvt: Keine Massenproteste gegen Merz' angebliche Gehaltserhöhung

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße in Berlin, hält Kameras, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Falschmeldung entlarvt: Keine Massenproteste gegen Merz' angebliche Gehaltserhöhung

Ein TikTok-Video, das behauptet, Zehntausende hätten vor der deutschen Kanzlei gegen eine angeblich geheime Gehaltserhöhung für Friedrich Merz protestiert, wurde als Falschmeldung entlarvt. Die viral gegangenen Aufnahmen zeigen tatsächlich eine deutlich kleinere Demonstration vom 17. April 2026, die nichts mit den Vorwürfen zu unerlaubten Bezügen zu tun hatte. Offizielle Stellen bestätigen, dass es keine heimliche Erhöhung gab – auch wenn ein früher Entwurf des Gesetzes zunächst eine Anhebung um 65.000 Euro vorsah.

In dem betreffenden TikTok-Clip sind Aufnahmen der Kanzlei sowie ein Redner auf einer erhöhten Plattform zu sehen. Zuschauer sollten den Eindruck gewinnen, es handele sich um eine Massenprotestwelle gegen die angebliche Gehaltsaufbesserung für Merz. Tatsächlich stammen die Bilder jedoch von einer Kundgebung am 17. April gegen die hohen Spritpreise, an der höchstens 300 Personen teilnahmen.

Ein erster Entwurf des Gesetzes sah tatsächlich eine Erhöhung des monatlichen Kanzlergehalts um 65.000 Euro vor. Nach öffentlicher Kritik wurde die Summe jedoch auf etwa 10.000 Euro reduziert. Stand 24. April 2026 ist das Gesetz noch nicht verabschiedet. Derzeit bezieht Merz ein Grundgehalt von 26.807,26 Euro monatlich; inklusive Zulagen liegt sein Gesamteinkommen bei rund 40.000 Euro.

Es gibt keine Belege dafür, dass eine Gehaltsanpassung vor der Öffentlichkeit verborgen wurde. Die ursprünglichen Zahlen aus dem Entwurf wurden vor den Überarbeitungen öffentlich diskutiert.

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Die Behauptungen des viral gegangenen Videos über eine geheime Gehaltserhöhung und massenhafte Proteste haben sich als falsch erwiesen. Die tatsächliche Demonstration umfasste weniger als 300 Teilnehmer und richtete sich gegen die Spritpreise, nicht gegen das Gehalt des Kanzlers. Bisher wurde noch keine endgültige Entscheidung über die Gehaltsanpassung getroffen, und die vorgeschlagene Erhöhung fällt deutlich geringer aus als zunächst geplant.

Quelle