Familie von Chinook-Opfer fordert nach 35 Jahren endlich die ganze Wahrheit
Mila VoigtFamilie von Chinook-Opfer fordert nach 35 Jahren endlich die ganze Wahrheit
Die Familie eines Opfers des Chinook-Hubschrauberabsturzes von 1988 fordert von der Regierung weitere Antworten. Nicola Rawcliffe, deren Bruder Chris bei der Tragödie ums Leben kam, kritisierte das Verteidigungsministerium dafür, den Vorfall nie vollständig aufgeklärt zu haben. Das ursprüngliche Urteil, das Pilotfehler als Ursache festhielt, wurde zwar 2011 aufgehoben – doch es folgten keine neuen offiziellen Untersuchungen.
Der Absturz ereignete sich 1988 und forderte 47 Menschenleben, darunter Chris Rawcliffe. Jahrelang galt ein Pilotfehler als Ursache – eine Feststellung, die bis 2011 Bestand hatte, bis sie offiziell revidiert wurde. Dennoch wurden keine zusätzlichen Ermittlungen oder unabhängigen Überprüfungen eingeleitet, sodass der Fall als abgeschlossen galt.
Nicola Rawcliffe sprach über den jahrzehntelangen Kampf ihres Vaters um die Wahrheit. 32 Jahre lang setzte er sich für Aufklärung ein, bis zu seinem Tod – frustriert von dem, was er als Weigerung der Regierung betrachtete, den Absturz umfassend zu untersuchen. Sie beschrieb seine Wut über das fehlende Bekenntnis zu Verantwortung.
Aktivisten, darunter Rawcliffe, fordern weiterhin eine vollständige Aufklärung. Im Dezember trafen sie sich mit Ministern und stehen in dieser Woche vor einem Gespräch mit der Opferministerin Alex Davies-Jones. Ihre Forderung ist klar: eine gründliche Überprüfung der Absturzursachen.
Das Verteidigungsministerium betont, der Vorfall sei bereits in sechs separaten Untersuchungen geprüft worden, darunter eine unabhängige, von einem Richter geleitete Überprüfung. Doch die Aktivisten argumentieren, dass zentrale Fragen weiterhin unbeantwortet blieben.
Der Chinook-Absturz von 1988 bleibt ein Streitpunkt, bei dem die Angehörigen noch immer nach Klarheit suchen. Nicola Rawcliffes Kritik unterstreicht die anhaltende Verärgerung über das Fehlen weiterer Ermittlungen. Die Regierung hat bisher keine neuen Schritte als Reaktion auf die Forderungen der Aktivisten angekündigt.






