19 March 2026, 16:43

Familienministerin Prien schlägt Alarm: Junge Männer radikalisieren sich online gegen Frauen

Plakat mit einem Zitat aus "Building a Better America", das besagt: "Wir müssen die Social-Media-Plattformen für das nationale Experiment zur Rechenschaft ziehen, das sie an unseren Kindern durchführen - zum Profit.", geschmückt mit Sternen.

Regierungspläne: Aufklärungskampagne zu den Gefahren der Social Media - Familienministerin Prien schlägt Alarm: Junge Männer radikalisieren sich online gegen Frauen

Bundesfamilienministerin Karin Prien warnt vor wachsender Online-Radikalisierung junger Männer – besonders gegen Frauen

Bundesfamilienministerin Karin Prien hat Alarm geschlagen angesichts der zunehmenden radikalen Online-Beeinflussung junger Männer, die sich vor allem gegen Frauen richtet. Sie kündigte eine bundesweite Kampagne an, um Eltern und Kinder über die Gefahren unkontrollierter Sozialer Medien aufzuklären. Der Vorstoß folgt auf Berichte, wonach Kinder vermehrt mit schädlichen Inhalten konfrontiert werden – von Extremismus über Gewalt bis hin zu Pornografie.

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Die Ministerin verwies auf Erkenntnisse des Verfassungsschutzes, die einen Anstieg der sogenannten "spontaner Radikalisierung" zeigen. Immer mehr Jugendliche, insbesondere Jungen, ließen sich online von frauenfeindlichen, rechtsextremen oder islamistischen Ideologien anziehen. Prien warnte, dass Akteure im Netz Kinder gezielt in Gaming-Chats oder Foren manipulierten, indem sie deren Emotionen ausnutzten, ohne dass diese es bemerkten.

Eltern und Lehrkräfte erkannten die Warnsignale oft zu spät. Die Kampagne soll dies ändern, indem sie die Risiken Sozialer Medien mit denen von Alkohol oder Tabak gleichsetzt. Geplant sind öffentliche Aufklärungskampagnen, möglicherweise unter Einbindung von Kinderärztinnen und Kinderärzten, die Eltern bei Vorsorgeuntersuchungen sensibilisieren könnten.

Bisher hat noch kein Bundesland strenge Regeln für die Nutzung Sozialer Medien durch Minderjährige eingeführt. Doch Länder wie Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen treiben ein Verbot für unter 14-Jährige voran. Ihre auf einer Berliner Ministerkonferenz diskutierten Vorschläge umfassen Altersbeschränkungen, schärfere Plattformkontrollen und eine bessere Medienbildung.

Im Mittelpunkt der Regierungskampagne steht die Aufklärung von Familien über Online-Gefahren. Angesichts der Debatten um Verbote und strengere Aufsicht gewinnt das Thema an Dringlichkeit. Die Verantwortlichen hoffen, dass frühzeitige Warnungen und die Einbindung des medizinischen Bereichs helfen, Kinder vor Manipulation und schädlichen Inhalten zu schützen.

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