Fatma Deniz wird neue TU-Präsidentin in finanziell turbulenter Zeit
Fatma Deniz übernimmt am 1. April 2023 das Amt der neuen Präsidentin der TU Berlin. Die 43-jährige Informatikerin hatte bereits führende Positionen an der Universität inne, darunter seit 2024 als Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Ihre vierjährige Amtszeit beginnt in einer Phase großer finanzieller Herausforderungen für die Hochschule.
Die in München geborene Deniz studierte Informatik an der TU München und promovierte 2008. Nach Forschungsaufenthalten in Kalifornien wechselte sie 2023 als Professorin an die TU Berlin.
Aktuell zählt die TU Berlin rund 34.000 Studierende, muss ihr Budget jedoch bis 2028 um 65 Millionen Euro – das entspricht 15 Prozent der Gesamtmittel – kürzen. Zudem beläuft sich der Sanierungsstau auf 2,4 Milliarden Euro, da viele Gebäude in schlechtem Zustand sind.
Deniz tritt ihr Amt in einer kritischen Phase an, doch konkrete Pläne zur Bewältigung der finanziellen Belastungen oder der Infrastrukturprobleme wurden bisher nicht bekannt gegeben. Ihre Ernennung folgt auf Jahre akademischer und administrativer Erfahrung an der TU Berlin. Ihre Amtszeit läuft bis 2027 – parallel zur Notwendigkeit, tiefgreifende Haushaltskürzungen umzusetzen. Wie sich dies auf Forschung, Lehre und die Campus-Infrastruktur auswirken wird, bleibt abzuwarten.






