14 March 2026, 18:40

FC Zürich am Abgrund: Warum die Krise den Club in die Challenge League reißen könnte

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Gruppe von Männern, die auf einem Feld Fußball spielen, mit Zuschauern im Hintergrund und einem Banner mit der Aufschrift "Bundesliga 1978-79 Ajax 1-1 Hannover 96."

FC Zürich am Abgrund: Warum die Krise den Club in die Challenge League reißen könnte

FC Zürich steckt in einer sich verschärfenden Krise – mit beunruhigenden Parallelen zur problematischen Saison 2015/16. Der Verein, einst regelmäßiger Gast in der oberen Hälfte der Swiss Super League, kämpft mittlerweile verzweifelt gegen den Abstieg. Aktuelle Ergebnisse und finanzielle Entscheidungen deuten auf einen entscheidenden Moment für die Zukunft des Clubs hin.

Der Niedergang der Mannschaft wurde besonders deutlich, nachdem Mitchell van der Gaag den Verein im Oktober 2023 verließ. Unter seiner Führung holte Zürich im Schnitt 1,8 Punkte pro Spiel und sammelte in 18 Partien 33 Zähler. Seit seinem Abgang liegt die Ausbeute bei nur noch 1,2 Punkten – die Siegquote und die Torbilanz sind drastisch eingebrochen. Allein in den letzten drei Monaten kosteten spät kassierte Gegentreffer den Club neun Punkte, also etwa jeden zweiten Spieltag einen Zähler.

Finanziell versucht man nun, das Ruder herumzureißen. Das neue Vorstandsmitglied Claudio Cisullo hat Investoren an Bord geholt, die Anleihen im Wert von vier Millionen Schweizer Franken zeichneten. Doch selbst mit dieser Kapitalzufuhr bleibt die sportliche Lage düster. Der durchschnittliche fünfte Platz seit der Saison 2006/07 wirkt plötzlich in weiter Ferne – während der Abstieg in die Challenge League greifbarer wird als jede europäische Ambition.

Die Ära Canepa scheint sich dem Ende zuzuneigen und lässt Zürich an einem Scheideweg zurück. Ein Verein mit einer Geschichte zwischen Triumph und Tiefe muss nun schnell handeln – oder riskiert, alte Fehler zu wiederholen.

Die unmittelbare Zukunft des FC Zürich hängt davon ab, die aktuelle Negativserie zu stoppen und die Leistungen zu stabilisieren. Die finanzielle Stärkung verschafft zwar kurzfristig Luft, doch der Formverfall erfordert dringend Veränderungen. Ohne sie steht der langfristige Platz in der höchsten Schweizer Spielklasse ernsthaft auf dem Spiel.

Lesen Sie auch:

Quelle