FCA hebt 100-Pfund-Limit für kontaktlose Zahlungen ab März 2026 auf
Hannah RichterFCA hebt 100-Pfund-Limit für kontaktlose Zahlungen ab März 2026 auf
Die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) wird im März 2026 die Obergrenze von 100 Pfund für kontaktlose Kartenzahlungen abschaffen. Mit dieser Maßnahme soll der wachsenden Nutzung digitaler Geldbörsen Rechnung getragen und der Verbraucherwunsch nach flexibleren Transaktionen erfüllt werden. Banken mit wirksamen Betrugspräventionssystemen können dann eigene Limits festlegen – oder diese sogar vollständig aufheben.
Kontaktlose Zahlungen haben in den vergangenen zehn Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Im Jahr 2025 tätigten britische Erwachsene durchschnittlich 14 kontaktlose Transaktionen pro Monat – 2015 waren es lediglich zwei. Weltweit nutzen mittlerweile 86 Prozent der Verbraucher regelmäßig kontaktlose Zahlungsmethoden.
Die Entscheidung der FCA gleicht kartengestützte Zahlungen an digitale Geldbörsen an, bei denen die Limits oft höher liegen oder ganz entfallen. Allerdings könnte die Aufhebung der 100-Pfund-Grenze das Betrugsrisiko erhöhen. Die Behörde schätzt, dass kontaktloser Zahlungsbetrug um bis zu 131 Prozent steigen könnte, da verlorene oder gestohlene Karten sowie Kontenübernahmen eine größere Gefahr darstellen.
Die Änderung erfolgt parallel zur PSD3-Richtlinie der EU, die digitale Zahlungen modernisieren, Betrug eindämmen und den Wettbewerb stärken soll. PSD3 fördert intelligentere Sicherheitsvorkehrungen, um hochwertige Transaktionen abzusichern, ohne das Verbrauchervertrauen zu gefährden.
Ab März 2026 legen die Banken ihre eigenen kontaktlosen Zahlungslimits fest – vorausgesetzt, sie verfügen über robuste Betrugspräventionsmechanismen. Die Neuregelung spiegelt den Wandel im Zahlungsverhalten wider, birgt jedoch auch das Potenzial für höhere Betrugsverluste. Verbraucher profitieren zwar von mehr Flexibilität bei Transaktionen, doch die Sicherheitsrisiken erfordern eine engmaschigere Überwachung.






