FDA erlaubt erstmals fruchtige E-Zigaretten – mit strengen Alterschecks per Bluetooth
Emil LangeFDA erlaubt erstmals fruchtige E-Zigaretten – mit strengen Alterschecks per Bluetooth
Die US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) hat fruchtaromatisierte E-Zigaretten für erwachsene Raucher zugelassen. Die am Dienstag bekannt gegebene Entscheidung stellt einen Kurswechsel gegenüber früheren Beschränkungen für süße und fruchtige Dampfprodukte dar. Vier neue Aromen – Mango, Heidelbeere sowie zwei Menthol-Varianten – sind nun unter strengen Alterskontrollen erhältlich.
Das in Los Angeles ansässige Unternehmen Glas Inc. wird die neu zugelassenen Produkte unter den Namen Gold, Sapphire, Classic Menthol und Fresh Menthol vertreiben. Die FDA-Genehmigung ist an ein per Bluetooth verknüpftes Altersverifikationssystem geknüpft, das Nutzer verpflichtet, ihr Gerät vor der Verwendung mit einem verifizierten Mobiltelefon zu verbinden.
Bisher hatte die Behörde nur tabak- oder mentholhaltige E-Zigaretten erlaubt. Unter Präsident Biden lehnte die FDA Antrage auf Vermarktung von bonbon- und fruchtaromatisierten E-Zigaretten ab – ein Schritt, der zum Rückgang des Jugenddampfens beitrug. Aktuelle Daten zeigen, dass die Zahlen unter Jugendlichen in den USA ein Zehnjahrestief erreicht haben.
Dampfprodukthersteller argumentieren, dass aromatisierte Produkte erwachsenen Rauchern helfen, den Konsum herkömmlicher Zigaretten zu reduzieren oder ganz aufzuhören. Gesundheitsorganisationen und Elternverbände lehnen solche Aromen jedoch seit Langem ab, da sie befürchten, sie könnten jüngere Nutzer anziehen. Die jüngste Entscheidung der FDA wird eine entscheidende Prüfung dafür sein, ob der Zugang für Erwachsene mit dem Jugendschutz in Einklang gebracht werden kann.
Die Zulassung fruchtaromatisierter E-Zigaretten leitet eine neue Phase in der Regulierung des Dampfens ein. Zwar zielen die Altersüberprüfungsmaßnahmen der FDA darauf ab, den Konsum durch Minderjährige zu verhindern, doch dürfte der Schritt auf Widerstand von Interessensgruppen stoßen. Das Ergebnis wird zeigen, ob aromatisierte Produkte mit den Bemühungen zur Eindämmung des Jugenddampfens vereinbar sind.






