Fed hält Zinsen stabil – doch Ökonom Kudlow fordert radikale Wende der Geldpolitik
Mila VoigtFed hält Zinsen stabil – doch Ökonom Kudlow fordert radikale Wende der Geldpolitik
Die US-Notenbank (Federal Reserve) hält die Leitzinsen seit Ende 2025 unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent – nach einem dritten Zinssenkungsschritt im Laufe desselben Jahres. Unterdessen fordert der Ökonom Larry Kudlow grundlegende Reformen bei der Zentralbank und wirft ihr vor, mit ihrer Politik auf dem falschen Weg zu sein. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit andauernder Debatten über Inflation, Wirtschaftswachstum und die Rolle freier Märkte bei der Gestaltung der Volkswirtschaft.
Ende 2025 hatte die Fed die Kreditkosten zum dritten Mal innerhalb eines Jahres gesenkt und die Zinsen um einen Viertelprozentpunkt auf die aktuelle Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent reduziert. Seither blieb die Geldpolitik trotz globaler Spannungen wie dem Iran-Konflikt und anhaltender Inflationssorgen unverändert. Berichte etwa des Handelsblatts und von SRF bestätigen, dass es keine weiteren Anpassungen gab.
Auf sozialen Medien kritisierte Kudlow, ein langjähriger Verfechter des freien Marktes, den Kurs der Fed. Er wies die Vorstellung zurück, dass starkes Wirtschaftswachstum Inflation auslöse, und bezeichnete die weit verbreitete Phillips-Kurve als "falsch". Stattdessen argumentierte er, dass die Produktion die Kreditnachfrage antreibe – und nicht die Eingriffe der Zentralbank. Kudlow behauptete zudem, die Märkte würden etwaige Fehler des Fed-Chefs Jerome Powell, wie zu hohe Kreditkosten für eine wachsende Wirtschaft, von selbst korrigieren.
Seine Aussagen erstreckten sich auch auf grundsätzliche wirtschaftliche Prinzipien. Kudlow verwies auf historische Beispiele wie Henry Fords bezahlbare Autos oder Steve Jobs' Smartphones, bei denen Kostensenkungen sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern zugutekamen. Zudem hob er die hohen Einkommen von Investmentbankern hervor, die durch die Vermittlung von Kapital an Unternehmen profitieren – ein Prozess, den er als weitaus wirksamer ansieht als die Politik der Fed. Trotz seiner Kritik zeigte er sich überzeugt, dass sich die Kräfte des freien Marktes letztlich gegen staatliche Planungswirtschaft durchsetzen würden.
Die Zinssenkungen der Fed im Jahr 2025 ließen die Kreditkosten auf dem aktuellen Niveau verharren, wo sie nun seit über einem Jahr unverändert bleiben. Kudlows Forderung nach einem Führungswechsel und seine Ablehnung traditioneller Inflationsmodelle spiegeln eine grundsätzliche Diskussion über die Geldpolitik wider. Bisher gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass die Zentralbank ihre Haltung ändern wird – die Zinsen bleiben angesichts der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten vorerst stabil.






