Ford attackiert Crombie als "absolutes Desaster" – und droht mit Wahlkampf-Eingriff
Lina SeidelFord attackiert Crombie als "absolutes Desaster" – und droht mit Wahlkampf-Eingriff
Ontarios Premierminister Doug Ford hat die ehemalige Bürgermeisterin von Mississauga, Bonnie Crombie, scharf kritisiert und ihre bisherige Amtsführung als "absolutes Desaster" bezeichnet. Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der Spekulationen über Crombies mögliche Rückkehr in die Kommunalpolitik bei der nächsten Wahl zunehmen.
Ford gab zudem eine ungewöhnliche Warnung ab: Sollte Crombie kandidieren, könnte er stattdessen die aktuelle Bürgermeisterin Carolyn Parrish unterstützen.
Bonnie Crombie hatte drei Amtszeiten als Bürgermeisterin von Mississauga absolviert, bevor sie 2022 zurücktrat. Später bewarb sie sich um den Vorsitz der provinziellen Liberalen Partei, unterlag jedoch. Nun deuten Gerüchte darauf hin, dass sie Parrish bei der anstehenden Bürgermeisterwahl herausfordern könnte.
Ford, der sich normalerweise aus Kommunalwahlen heraushält, machte diesmal eine Ausnahme. Er forderte Crombie öffentlich auf, anzutreten, und sagte: "Nur zu." Gleichzeitig drohte er damit, Parrish zu unterstützen, falls Crombie ins Rennen geht.
Crombie hat sich bisher nicht zu Fords Aussagen geäußert. Der Premierminister, der bereits verschiedene Provinzämter innehatte – darunter Abgeordneter für Etobicoke North und Regierungsführer im Parlament –, pflegt eine Geschichte der Auseinandersetzungen mit Crombie in Fragen der Politik und Verwaltung.
Der Wortwechsel stellt einen ungewöhnlichen Eingriff Fords in die lokale Politik dar. Sollte Crombie kandidieren, könnte der Bürgermeisterwahlkampf zu einem viel beachteten Duell zwischen zwei prominenten Persönlichkeiten werden. Das Ergebnis würde die Führung Mississaugas für die nächste Amtszeit prägen.






