19 March 2026, 12:39

Frankreich baut Europas größten Flugzeugträger mit Nuklearantrieb

Logo für Frankreich 22 auf einem festen blauen Hintergrund mit dem Text 'Frankreich 22' in Weiß, Rot und Blau.

Frankreich baut Europas größten Flugzeugträger mit Nuklearantrieb

Frankreich hat mit dem Bau eines Flugzeugträgers der nächsten Generation begonnen – ein wichtiger Schritt in der Modernisierung seiner Streitkräfte. Präsident Emmanuel Macron gab das Projekt offiziell frei und bezeichnete es als entscheidend für die Unabhängigkeit und den globalen Einfluss des Landes. Das neue Schiff wird das größte Kriegsschiff sein, das je in Europa gebaut wurde, ausgestattet mit fortschrittlicher Nukleartechnologie und erweiterten operationellen Fähigkeiten.

Der Träger wird eine Länge von 310 Metern haben und 80.000 Tonnen Wasser verdrängen, angetrieben von zwei Kernreaktoren. Sein Design umfasst drei Katapultbahnen, die schnellere und effizientere Flugzeugstarts ermöglichen. Mit Platz für 40 Bordflugzeuge unterstützt er zudem gleichzeitige Starts und Landungen – eine Funktion, die die Einsatzbereitschaft deutlich erhöht.

Macron betonte die Notwendigkeit, dass Frankreich eine führende Militärmacht bleiben müsse. Das Land müsse "gefürchtet" und "mächtig" sein, um seine Freiheit zu verteidigen, so der Präsident. Diese Ambition verknüpfte er mit dem historischen Widerstandsgeist Frankreichs und verwies auf die Bewegung des "Freien Frankreich", die sich nach dem Waffenstillstand 1940 gegen die nationalsozialistische Besatzung auflehnte. Industrielle und technologische Innovation seien unverzichtbar, um in einer instabilen Welt Souveränität zu wahren, argumentierte er.

Der Präsident drängte zudem auf eine beschleunigte Ausweitung der Rüstungsproduktion und forderte mehr Tempo sowie eine Massenfertigung von Militärgerät. Zur Finanzierung dieser Pläne schlug er zusätzliche 36 Milliarden Euro für die Streitkräfte bis 2030 vor, davon 3,5 Milliarden in diesem Jahr und drei Milliarden Euro im Jahr 2027.

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Macrons umfassende Verteidigungstrategie findet in Europa zunehmend Anklang. In einer Rede am 2. März 2026 forderte er eine vertiefte Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung als Teil einer gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik. Acht Länder – das Vereinigte Königreich, Deutschland, Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden und Dänemark – haben seitdem formelles Interesse bekundet oder sich zu einer engeren militärischen Kooperation verpflichtet.

Der neue Flugzeugträger wird zum Kernstück der französischen Seemacht und stärkt die Fähigkeit des Landes, global militärische Präsenz zu zeigen. Mit steigenden Verteidigungsausgaben und wachsender europäischer Unterstützung für Macrons Vision deutet das Projekt auf eine verstärkte kontinentale militärische Integration hin. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen; die Fertigstellung ist im nächsten Jahrzehnt geplant.

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