20 March 2026, 14:33

Frankreich verschärft Kampf gegen illegale Sportstreams mit hohen Bußgeldern und Haftstrafen

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon an einem Rednerpult, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Internetsperrgesetzes durch die Regierung.

Frankreich verschärft Kampf gegen illegale Sportstreams mit hohen Bußgeldern und Haftstrafen

Französische Behörden haben damit begonnen, Zuschauer und Anbieter illegaler Sportstreams mit Bußgeldern zu belegen, um der weit verbreiteten Piraterie entgegenzuwirken. Die Verschärfung der Maßnahmen erfolgt vor dem Hintergrund, dass Fußballclubs jährlich Verluste von rund 400 Millionen Euro durch unerlaubte Übertragungen verzeichnen. Ein neuer Gesetzentwurf sieht nun deutlich härtere Strafen für Beteiligte an illegalen Streams vor.

Bisher wurden bereits 19 Zuschauer und zwei Anbieter von Raubkopien sportlicher Inhalte mit Geldstrafen belegt. Zuschauer, die über IPTV-Boxen offizielle Abonnements umgehen, mussten Strafen zwischen 300 und 400 Euro zahlen. Nach geltendem Recht beträgt das Höchstbußgeld für Privatpersonen 7.500 Euro, doch der geplante Gesetzentwurf würde dieses auf bis zu 375.000 Euro erhöhen – kombiniert mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren für Wiederholungstäter.

Anbieter illegaler Streams könnten künftig noch strengere Konsequenzen drohen. Die neue Gesetzesvorlage schlägt Geldstrafen von bis zu 300.000 Euro und Gefängnisstrafen von drei Jahren für die Verbreitung unautorisierter Inhalte vor. Die Behörden ermitteln Täter anhand von IP-Adressen, wie die Medienaufsichtsbehörde Arcom berichtet, und setzen auf gerichtliche Sperren verdächtiger DNS- oder IPTV-Dienste.

Die Ligue de Football Professionnel (LFP) begrüßt die Strafen und will so die Nachfrage nach illegalen Streams verringern. Da schätzungsweise 8 Millionen französische Haushalte IPTV-Boxen nutzen – nicht alle für Piraterie –, plant die LFP zudem die Einführung eines neuen Ligue-1-Abonnementdienstes ab 2026. Für 19,99 Euro pro Monat soll dieser eine legale Alternative zu Raubkopien bieten.

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Die verhängten Bußgelder und geplanten Gesetze markieren eine konsequentere Gangart Frankreichs gegen illegale Streams. Die Clubs hoffen, dass die Maßnahmen ihre finanziellen Verluste verringern, während Zuschauer künftig mit härteren Strafen für den Zugriff auf piratierte Inhalte rechnen müssen. Der bevorstehende Abodienst der LFP könnte Fans eine erschwinglichere Option bieten.

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