Freiburg verschärft Tabak- und E-Zigaretten-Regeln zum Schutz von Jugendlichen
Emil LangeFreiburg verschärft Tabak- und E-Zigaretten-Regeln zum Schutz von Jugendlichen
Der Kanton Freiburg drängt auf strengere Kontrollen bei Tabakwaren und E-Zigaretten, um Jugendliche besser vor gesundheitlichen Risiken zu schützen. Ein neuer Gesetzentwurf sieht verschärfte Werberegeln, Verkaufsbeschränkungen und ein mögliches Verbot von Einweg-E-Zigaretten vor. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der Gesundheitsgefahren und der Umweltbelastung durch diese Produkte.
Am Montag eröffnete der Freiburger Staatsrat eine öffentliche Vernehmlassung zu den geplanten Maßnahmen. Dazu gehören ein Werbeverbot für Tabak und E-Zigaretten, das Verbot von Gratisabgaben sowie verdeckte Testkäufe, um die Einhaltung der Altersgrenzen zu überwachen. Besonders Einweg-E-Zigaretten mit ihren süßen Aromen gelten als attraktiv für junge Konsumenten.
Der Kanton erwägt zudem ein vollständiges Verbot von Einweg-E-Zigaretten. Freiburg steht mit diesem Vorhaben nicht allein da – auch Genf, Wallis, Basel-Stadt und Bern arbeiten an ähnlichen Einschränkungen. Der Kanton Solothurn hat bereits ein Verbot für Einweg-E-Zigaretten umgesetzt und damit eine Vorreiterrolle eingenommen.
Gesundheitsexperten warnen seit Langem vor den Gefahren des Dampfens, von Lungenschäden bis hin zur Umweltbelastung durch weggeworfene Geräte. Die geplanten Gesetze zielen darauf ab, den Zugang für Jugendliche zu erschweren und den Konsum dieser Produkte einzudämmen.
Sollten die neuen Regeln in Freiburg verabschiedet werden, wären sie ein wichtiger Schritt in der Regulierung von Tabak- und Vaping-Produkten. Die Maßnahmen könnten Werbung einschränken, den Verkauf strenger kontrollieren und Einweg-E-Zigaretten möglicherweise vom Markt nehmen. Andere Kantone werden den Verlauf der Vernehmlassung mit großer Aufmerksamkeit verfolgen.






