Fünfjähriger Autist nach drei Wochen aus US-Abschiebehaft befreit – doch die Folgen bleiben
Mila VoigtFünfjähriger Autist nach drei Wochen aus US-Abschiebehaft befreit – doch die Folgen bleiben
Fünfjähriger nicht sprechender Junge aus kolumbianischer Asylfamilie nach drei Wochen aus US-Abschiebehaft entlassen
Der fünfjährige Gael, ein nicht sprechender Junge mit schweren Entwicklungsverzögerungen, ist nach drei Wochen aus einem Abschiebegefängnis in Texas freigekommen. Seine Familie – kolumbianische Asylsuchende – war am 3. März in El Paso festgenommen worden. Ihr Fall erregte bundesweites Aufsehen, nachdem sie während eines Videoanrufs mit der Kinderunterhalterin Ms. Rachel über ihre Situation berichtet hatten.
Gael Eltern schilderten in einem Zoom-Gespräch aus dem Dilley Immigration Processing Center offen die Not ihres Sohnes. Sie beschrieben, wie die Haft seine körperliche und seelische Gesundheit weiter verschlechtert habe – eine Belastung, die sowohl für die Kinder als auch für die erwachsenen Inhaftierten kaum zu ertragen sei. Der Junge, der dringend medizinische Versorgung benötigt, wirkte während des Anrufs sichtbar mitgenommen.
Ms. Rachel versuchte vergeblich, Gael über den Bildschirm aufzumuntern, während seine Mutter seinen zunehmend kritischen Zustand erklärte. Daraufhin beantragte der Anwalt der Familie die Freilassung aus medizinischen Gründen. Nach Berichten von NBC News und wachsendem öffentlichen Druck wurde die Familie schließlich entlassen.
Das Abschiebezentrum in Dilley steht seit Anfang 2025 in der Kritik, weil dort Hunderte Kinder mit medizinischen oder entwicklungsbedingten Besonderheiten festgehalten werden. Laut Berichten stieg die Zahl der inhaftierten Minderjährigen im Juni 2025 auf über 400 und erreichte Ende Januar etwa 800 – oft ohne angemessene Betreuung.
Nun in Freiheit, wollen Gaels Eltern nach El Paso zurückkehren und sich regelmäßig bei den Einwanderungsbehörden melden. Ihre erste Priorität ist jedoch ein dringender Termin beim Kinderarzt. Die Wochen in Haft haben Gaels Gesundheit zusätzlich belastet; jetzt geht es darum, seine medizinische Versorgung zu sichern – parallel zur Erfüllung der Auflagen im Asylverfahren.
Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die prekären Bedingungen für schutzbedürftige Kinder in US-Abschiebehaft.






