20 March 2026, 16:36

Gericht zwingt TikTok zu transparenterer Nutzersteuerung und Meldefunktion

Computerbildschirm mit der Aufschrift "Diese verdeckte Website wurde beschlagnahmt" und dem Logo der näheren Polizei mit einem blauen Schild und einem weißen Stern.

Verbraucherzentrale: Gericht ordnet Änderungen bei TikTok an - Gericht zwingt TikTok zu transparenterer Nutzersteuerung und Meldefunktion

Ein bayerisches Gericht hat TikTok nach einer Klage von Verbraucherschützern dazu verpflichtet, seine Nutzeroberfläche zu ändern. Im Fokus des Urteils stehen die algorithmusgesteuerten Empfehlungen der App sowie die Meldemechanismen für illegale Inhalte. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig und kann daher weiter angefochten werden.

Die Klage richtete sich vor allem gegen die standardmäßige Nutzung persönlicher Daten für die Videovorschläge bei TikTok. Verbraucherschützer argumentierten, dass Nutzerinnen und Nutzer eine einfache Möglichkeit erhalten sollten, der Profilbildung zu widersprechen. Das Gericht gab ihnen recht und verfügte, dass die Plattform eine leicht zugängliche Option für nicht-personalisierte Inhalte anbieten muss.

Die Richter kritisierten zudem das Meldesystem von TikTok für rechtswidrige Inhalte. Sie stellten fest, dass der korrekte Meldeweg hinter einem unklaren Dropdown-Menü verborgen war. Daraufhin ordnete das Gericht an, dass sowohl die Einstellungen für Empfehlungen als auch die Meldeoptionen für Nutzer besser sichtbar gemacht werden müssen.

Aktuelle Suchergebnisse geben keine Auskunft darüber, ob TikTok die Benutzeroberfläche bereits angepasst hat. Das Unternehmen hat sich bisher nicht öffentlich dazu geäußert, wie es die geforderten Änderungen umsetzen will.

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Das Urteil verlangt von TikTok, den Zugang zu den Empfehlungseinstellungen und den Meldewerkzeugen zu vereinfachen. Nutzer könnten bald klarere Optionen erhalten, um datenbasierte Inhaltsvorschläge abzuschalten. Der Fall bleibt bis zur endgültigen Entscheidung weiter rechtlich überprüfbar.

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