18 April 2026, 10:31

Google-Algorithmus TurboQuant lässt Speicheraktien um bis zu 26 Prozent abstürzen

Ein Tisch mit verschiedenen Festplatten darauf, daneben steht eine Person und hält ein Objekt in der Hand, im Hintergrund ist eine Tafel mit Papieren zu sehen.

Google-Algorithmus TurboQuant lässt Speicheraktien um bis zu 26 Prozent abstürzen

Die Aktien großer Speicherhersteller sind nach der Vorstellung des TurboQuant-Algorithmus von Google stark eingebrochen. Die neue Technologie löste einen breiten Ausverkauf aus: Western Digital, Seagate und Sandisk verloren zwischen 17 und 26 Prozent im Vergleich zu ihren jüngsten Höchstständen. Analysten der Investmentbank Bernstein zeigen sich jedoch zuversichtlich, was das langfristige Wachstum des Sektors angeht, und haben die Kursziele für die wichtigsten Unternehmen angehoben.

Der Kursrutsch begann, als Google TurboQuant vorstellte – einen Algorithmus, der die Datenverarbeitung optimieren soll. Anleger reagierten mit dem Abstoß von Aktien aus dem Speicher- und Arbeitsspeicherbereich, da sie eine sinkende Nachfrage nach herkömmlicher Hardware befürchten. Am stärksten betroffen war Sandisk, das 26 Prozent seines Wertes im Vergleich zum letzten Hoch einbüßte. Auch Western Digital und Seagate gaben nach, mit Rückgängen von 21 bzw. 17 Prozent.

Trotz der Marktentwicklung wiesen die Bernstein-Analysten Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von TurboQuant zurück. Ihrer Einschätzung nach stellt die Technologie kaum eine Bedrohung für Festplattenlaufwerke (HDDs) dar und birgt nur minimale Risiken für den NAND-Flash-Markt. Stattdessen stuften sie Western Digital auf "Outperform" hoch und verdoppelten das Kursziel von 170 auf 340 US-Dollar. Auch das Ziel für Seagate wurde deutlich angehoben – von 500 auf 620 US-Dollar –, während es für Sandisk unverändert bei 1.000 US-Dollar blieb.

Für die Zukunft prognostiziert Bernstein ein kräftiges Wachstum des Sektors. Die kombinierten Umsätze von Western Digital und Seagate sollen von Geschäftsjahr 2025 bis 2030 mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 24 Prozent steigen.

Der Ausverkauf hat eine Kluft zwischen der Marktstimmung und den Erwartungen der Analysten geschaffen. Die angehobenen Kursziele und Umsatzprognosen von Bernstein signalisieren Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit der Speicherbranche. Gleichzeitig notieren die Unternehmen deutlich unter ihren jüngsten Höchstständen – ein Zeichen für die Zurückhaltung der Anleger angesichts neuer technologischer Entwicklungen.

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