15 May 2026, 22:02

Grohnde erhält finale Stilllegungsgenehmigung – Rückbau des AKW beginnt konkret

Luftaufnahme eines Solarparks mit Panelen in einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Bahnstrecke.

Grohnde erhält finale Stilllegungsgenehmigung – Rückbau des AKW beginnt konkret

Kernkraftwerk Grohnde erreicht Meilenstein im Rückbau

Das Kernkraftwerk Grohnde hat einen wichtigen Schritt im Abschaltprozess erreicht: Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat die endgültige Stilllegungsgenehmigung erteilt. Umweltminister Christian Meyer bestätigte, dass das Kraftwerk endgültig vom Netz genommen wurde und nie wieder in Betrieb gehen wird.

Der Rückbau des Werks begann bereits vor Jahren – die erste Teilgenehmigung für die Stilllegung wurde im Dezember 2023 erteilt. Der Betreiber PreussenElektra beantragte die aktuelle Zulassung 2024, um den Weg für die entscheidenden Abrissarbeiten freizumachen.

Anfang April 2026 wurden die letzten Brennelemente aus dem Reaktorgebäude entfernt. Sie wurden in einen Castor-Behälter verladen und in das Zwischenlager auf dem Gelände Grohnde gebracht. Nun rückt der Reaktor selbst in den Fokus.

Die neue Genehmigung ermöglicht den Beginn des Rückbaus des Reaktordruckbehälters und seines biologischen Schilds. Die Demontage der inneren Komponenten des Behälters soll im Herbst 2026 starten. Die vollständige Stilllegung der gesamten Anlage wird voraussichtlich bis 2039 dauern.

Über die Abschaltmaßnahmen hinaus gibt es Pläne für die zukünftige Nutzung des Standorts: Im Emmerthaler Energiecluster sind Großspeicher für Batterien, Freiflächen-Solarprojekte und ein neues Umspannwerk vorgesehen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mit der finalen Genehmigung schreitet der Rückbau Grohndes unter strenger behördlicher Aufsicht voran. Die vollständige Beseitigung der Anlage wird mehr als ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen. Parallel dazu soll der Standort Teil des wachsenden Netzwerks für erneuerbare Energien in Niedersachsen werden.

Quelle