07 May 2026, 01:01

"Grüne Ufer" feiert Uraufführung: Eine Liebesgeschichte über Epochen und Emotionen

Open book titled "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" with visible text and a logo on the page.

"Grüne Ufer" feiert Uraufführung: Eine Liebesgeschichte über Epochen und Emotionen

Am Privattheater Tvary in Jekaterinburg hat das Stück Grüne Ufer Premiere gefeiert. Im Mittelpunkt steht eine rätselhafte Verbindung zwischen einem sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre und einer gefeierten Sängerin aus dem vorrevolutionären Russland – eine Liebesgeschichte, die sich über Epochen hinweg entfaltet und das Publikum auf eine Reise durch Zeit und Emotionen mitnimmt. Die Inszenierung basiert auf Gennadi Alexejews gleichnamigem Roman, der durch ein Foto der Sängerin Anastassija Wjalzewa inspiriert wurde. Wjalzewa, eine bekannte Künstlerin vor der Revolution von 1917, bleibt der zentrale Bezugspunkt der Handlung. Regisseurin Lilia Bornaschewa hat den Stoff behutsam auf die Bühne übertragen und dabei Alexejews literarische Vision bewahrt.

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Jelena Iwanowa übernimmt in der Produktion neun verschiedene Rollen und wechselt nahtlos zwischen den Figuren, um die Kluft zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu überbrücken. Ihre vielseitige Darstellung verleiht dem Stück eine dynamische Struktur. An ihrer Seite verkörpert Oleg Duljenkin den sowjetischen Dichter mit einer Tiefe, die an die Präsenz des Autors selbst erinnert. Gemeinsam tragen beide Schauspieler die einzigartige Erzählweise des Stücks, das von Liebe, Erinnerung und der Verbindung zwischen den Zeiten handelt.

Alexejews Roman Grüne Ufer erhält durch die Inszenierung neues Leben, während Wjalzewas Vermächtnis als Dreh- und Angelpunkt der Handlung erhalten bleibt. Die Produktion verbindet literarische Vorlage und theatralische Umsetzung zu einem Ganzen, das das Publikum in eine atmosphärisch dichte Welt entführt. Mit Grüne Ufer gelingt dem Tvary eine Inszenierung, die Literatur und Theater auf besondere Weise vereint. Die Verbindung von Wjalzewas historischer Figur, Alexejews Roman und der schauspielerischen Leistung von Iwanowa und Duljenkin schafft eine zeitlose Erzählung, die lange nachhallt.

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