21 March 2026, 08:03

Grüne und CDU vor Sondierungen nach historischer Pattsituation in Baden-Württemberg

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht vor dem Kanzleramt in Berlin mit Reportern, umgeben von Menschen mit Mikrofonen und Gebäuden im Hintergrund.

Skandal-Post vor der Wahl - Fischer bittet Hagel um Vergebung - Grüne und CDU vor Sondierungen nach historischer Pattsituation in Baden-Württemberg

Grüne und CDU in Baden-Württemberg bereiten Sondierungsgespräche nach knapper Landtagswahl vor

Nach einer hart umkämpften Landtagswahl in Baden-Württemberg steuern die Grünen und die CDU auf Koalitionsverhandlungen zu. Beide Parteien verfügen nun über jeweils 56 Sitze im Landtag – eine Pattsituation, die sie zwingt, gemeinsam eine Regierung zu bilden. Der Schritt folgt einem von Kontroversen geprägten Wahlkampf, in dem ein wiederaufgetauchtes Video und öffentliche Entschuldigungen für Schlagzeilen sorgten.

Bei der Wahl am 8. März endete das Rennen unentschieden: Die Grünen erreichten 30,2 Prozent der Stimmen, die CDU folgte knapp mit 29,7 Prozent. Diese knappe Differenz bescherte beiden Parteien jeweils 56 Mandate – eine erneute Zusammenarbeit erscheint damit als einzige praktikable Lösung für eine stabile Regierungsbildung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Kurz vor der Abstimmung war ein acht Jahre altes Video des CDU-Kandidaten Manuel Hagel wieder öffentlich geworden. Darin äußerte er sich bewundernd über eine minderjährige Schülerin. Die grüne Abgeordnete Zoe Mayer teilte den Clip erneut, woraufhin die CDU der Partei eine "Schmutzkampagne" vorwarf.

Die grüne Politikerin Simone Fischer veröffentlichte später ein Foto von Hagel mit der Überschrift "Offizielle Warnung" und dem Text "Versteckt eure Kinder". Zunächst schwieg sie zu den Vorwürfen, löschte den Beitrag jedoch schließlich. Fischer entschuldigte sich anschließend direkt bei Hagel, bezeichnete die Veröffentlichung als Fehler und bedauerte ihr Vorgehen.

Ihre Entschuldigung gilt nun als Schritt, um innerhalb der Grünen das Vertrauen wiederherzustellen – eine wichtige Voraussetzung für die anstehenden Koalitionsgespräche. Die Partei hat die CDU inzwischen zu offiziellen Sondierungsgesprächen in den kommenden Tagen eingeladen.

Seit der Wahl 2024 regieren die beiden Parteien bereits in einer schwarz-grünen Koalition. Unter der Führung von Cem Özdemir sicherten sich die Grünen 2026 einen weiteren knappen Sieg und festigten damit die Zusammenarbeit.

Nun müssen Grüne und CDU nach einem von persönlichen Angriffen geprägten Wahlkampf einen gemeinsamen Weg finden. Mit gleicher Sitzzahl und ohne alternative Mehrheitsoption wird ihre Kooperation über die nächste Landesregierung entscheiden. Die offiziellen Verhandlungen sollen in Kürze beginnen.

Quelle