Grüner Bio-Bauer wird Bambergs neuer Bürgermeister mit klarer Mehrheit
Lina SeidelGrüner Bio-Bauer wird Bambergs neuer Bürgermeister mit klarer Mehrheit
Sebastian Niedermaier hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Bamberg mit 56,7 Prozent der Stimmen gewonnen. Der Kandidat der Grünen, der einen Bioland-Betrieb leitet, wird nun das Amt von seinem Vorgänger Andreas Starke (SPD) übernehmen. Die Wahlbeteiligung lag in der finalen Runde bei 56,0 Prozent.
Niedermaier stieg 2014 als Stadtrat für die Grünen in die Kommunalpolitik ein. Bereits 2017 übernahm er den Vorsitz der Fraktion, den er bis zu diesem Jahr innehatte. 2020 zog er zudem in den Kreistag Bamberg ein, wo er als stellvertretender Fraktionsvorsitzender tätig war und sich weiterhin in der Stadtpolitik engagierte.
Sein Gegenkandidat in der Stichwahl, der ebenfalls den Grünen angehörende Jonas Glüsenkamp, verfehlte die nötige Unterstützung. Zuvor war die ehemalige CSU-Landesministerin Melanie Huml bereits vor der finalen Abstimmung ausgeschieden. Niedermaiers Sieg folgt auf die Entscheidung von Andreas Starke, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren.
Neben seiner politischen Laufbahn führt Niedermaier weiterhin seinen Bioland-Betrieb in Bamberg. Sein Wahlkampf konzentrierte sich auf Nachhaltigkeit und kommunale Selbstverwaltung – Themen, die bei den Wählern auf Resonanz stießen.
Der neue Bürgermeister wird Andreas Starke nach einer offiziellen Amtsübergabe ablösen. Niedermaiers Erfahrung in Stadtrat und Kreistag wird voraussichtlich seinen Führungsstil in Bamberg prägen. Seine Amtszeit beginnt mit einem klaren Mandat, nachdem er mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen konnte.






