Halle 4 wird während der WM zum skurrilen Wettbüro mit Döner und Gebeten
Emil LangeHalle 4 wird während der WM zum skurrilen Wettbüro mit Döner und Gebeten
Halle 4 ist während der FIFA-Weltmeisterschaft zu einem lebendigen Wettzentrum geworden. Fußballbegeisterte schließen bei jedem Spiel Wetten ab – die Einsätze reichen von Essen bis hin zu Autoteilen. Die Begeisterung geht sogar so weit, dass mit ungewöhnlichen Methoden versucht wird, den Spielausgang zu beeinflussen, darunter auch Gebete.
Das Wetten in Halle 4 läuft auf Hochtouren. Bei jedem WM-Spiel werden mehr als drei Dutzend Wetten abgeschlossen. Die Einsätze umfassen unter anderem Döner Kebabs, volle Benzintanks oder Sommerreifen.
Manche Wettersuchende hoffen auf göttlichen Beistand. Beim Eröffnungsspiel Deutschlands gegen Curaçao wurde ein Kind bezahlt, um für einen Sieg zu beten. Viele glauben, dass das reine Herz eines Kindes solche Gebete wirksamer macht.
Doch Gebete garantieren keinen Erfolg. Franck Ribéry erlebte mit der französischen Mannschaft trotz spiritueller Unterstützung eine Niederlage. Auch gläubige Nationen haben den Titel bisher nicht geholt – ein Beweis, dass der Glaube allein nicht siegt.
Der Deutsche Fußball-Bund erkennt die Rolle dieser Gruppe im Turnier nicht an. Trotz hoher Einsätze und kreativer Methoden geht die Weltmeisterschaft ihren gewohnten Gang. In Halle 4 macht niemand Pause – die Wetten laufen weiter.
