Hamburger Bahnhof feiert 30 Jahre mit Star-Gala und neuen Kunstpreisen
Lina SeidelCate Blanchett: "Kunst kann man nicht knebeln" - Hamburger Bahnhof feiert 30 Jahre mit Star-Gala und neuen Kunstpreisen
Das Hamburger Bahnhof-Museum in Berlin feiert 30-jähriges Jubiläum mit "Eine Nacht in Berlin"-Gala
Das Hamburger Bahnhof in Berlin richtete seine glamouröse "Eine Nacht in Berlin"-Gala aus, um sein 30-jähriges Bestehen zu feiern. Unter den Gästen waren Hollywoodstars, gefeierte Künstler:innen und prominente Kulturpersönlichkeiten. Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem vier neue Preise ins Leben gerufen, die jeweils mit 15.000 Euro dotiert sind und junge deutsche Künstler:innen fördern sollen.
Die preisgekrönte Schauspielerin Cate Blanchett erschien mit ihrem Sohn Ignatius an ihrer Seite. Sie verbindet eine langjährige Beziehung mit dem Museum – 2016 spielte sie in der Filminstallation "Manifesto" von Julian Rosefeldt, die dort gezeigt wurde. Bei der Gala betonte sie leidenschaftlich die Bedeutung von Kunst und erklärte: "Wir können Kunst nicht abschalten. Wir können sie nicht zum Schweigen bringen."
Die Veranstaltung ehrte mehrere prägende Persönlichkeiten der Kunstwelt. Die im Libanon geborene Künstlerin Mona Hatoum erhielt einen Preis für ihr Lebenswerk, während die indische Sammlerin Kiran Nadar für ihr Engagement ausgezeichnet wurde. Zudem wurden die neu geschaffenen Hamburger Bahnhof Studio Awards vorgestellt – vier mit je 15.000 Euro dotierte Förderpreise für Künstler:innen unter 35 Jahren, die in Deutschland arbeiten.
Zu den weiteren prominenten Gästen zählten Matt Dillon, Nina Hoss, Wim Wenders, Herbert Grönemeyer sowie die Berlinale-Direktorin Tricia Tuttle. Auch Künstler:innen wie Wolfgang Tillmans, Anne Imhof, Ólafur Elíasson und Katharina Grosse waren anwesend.
Die Museumsleitung nutzte den Abend, um private Förderer zu würdigen und die Verbindung zwischen Kunst, Kultur und Wirtschaft zu stärken. Die Direktoren Sam Bardaouil und Till Fellrath hoben insbesondere die fortlaufende Partnerschaft mit Chanel hervor, die zusätzliche Finanzmittel sichert. Öffentliche Museen sind zunehmend auf solche Kooperationen angewiesen, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten und das Publikum stärker einzubinden.
Die Gala markierte einen bedeutenden Moment für den Hamburger Bahnhof, der auf drei Jahrzehnte erfolgreicher Arbeit zurückblickt. Die neuen Preise und die hochkarätige Unterstützung unterstreichen den Anspruch des Museums, seine gesellschaftliche Rolle weiter auszubauen. Mit kontinuierlichen Partnerschaften will die Institution ihre Zukunft sichern und gleichzeitig die Verbindung zu Kunst und Kultur vertiefen.