17 March 2026, 20:02

Hamburgs Kreuzfahrtboom 2023: Mehr Passagiere, mehr Nachhaltigkeit und Rekordausgaben

Großes Kreuzfahrtschiff in der Nähe einer Stadt mit einer Brücke links, Fahrzeugen auf der Straße und Gebäuden und Bäumen im Hintergrund.

Hamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburgs Kreuzfahrtboom 2023: Mehr Passagiere, mehr Nachhaltigkeit und Rekordausgaben

Hamburg festigt seine Position als Deutschlands führendes Kreuzfahrtziel nach einer erfolgreichen Saison 2023. Die Häfen der Stadt begrüßten im vergangenen Jahr rund 1,4 Millionen Passagiere – ein Plus von 100.000 im Vergleich zu 2022. Mit mehr Schiffen, die anlegen, und laufenden umweltfreundlichen Modernisierungen zeigt die Branche sowohl Wachstum als auch ein verstärktes Engagement für Nachhaltigkeit.

2023 wurden in Hamburg 295 Schiffsanläufe verzeichnet, 29 mehr als im Vorjahr. Insgesamt liefen 46 verschiedene Kreuzfahrtschiffe ein, darunter drei, die erstmals die Stadt ansteuerten. Zudem stieg die Ausgabenbereitschaft der Reisenden: Passagiere, die ihre Reise in Hamburg begannen oder beendeten, gaben im Schnitt 133,59 Euro in lokalen Betrieben aus. Über 70 Prozent der Besucher nutzten ihren Aufenthalt, um Restaurants, Kulturstätten oder Geschäfte zu erkunden.

Zudem verlängern immer mehr Passagiere ihren Aufenthalt: 38 Prozent übernachten mittlerweile mindestens eine Nacht vor oder nach der Schiffsreise in Hamburg – doppelt so viele wie noch 2016. Ein weiterer Höhepunkt war der Umweltschutz: 162 Schiffe nutzten während der Liegezeit Landstrom, ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber 2022. Damit wurden 71 Prozent aller infrage kommenden Anläufe abgedeckt, was den Schiffen ermöglichte, ihre Motoren abzuschalten und Emissionen zu reduzieren.

Bis 2024 werden alle drei Hamburger Kreuzfahrtterminals mit Landstromanschlüssen ausgestattet sein – und damit EU-Vorgaben vier Jahre vor Frist erfüllen. Diese Entwicklung ist das Ergebnis jahrelanger Forderungen des NABU (Naturschutzbund Deutschland), der seit 2011 für geringere Emissionen in der Branche kämpft. Zwar begrüßte die Organisation den Fortschritt, wies jedoch darauf hin, dass die Kreuzfahrtindustrie nach wie vor stark von fossilen Brennstoffen abhängig sei und weitere ökologische Verbesserungen nötig seien.

Für 2024 werden 331 Schiffsanläufe erwartet, darunter 47 Flusskreuzfahrten und acht Jungfernfahrten. Drei neue Schiffe haben in diesem Jahr bereits ihren ersten Stopp in Hamburg eingelegt – Teil der bisher 266 registrierten Anläufe.

Hamburgs Kreuzfahrtsektor wächst weiter, mit steigenden Passagierzahlen und strengeren Umweltauflagen. Die frühe Einführung von Landstrom setzt Maßstäbe, doch bleibt die Abkehr von fossilen Energieträgern eine Herausforderung. Mit noch mehr Schiffen und Besuchern in Aussicht dürfte sich die Position des Hafens als einer der wichtigsten europäischen Knotenpunkte weiter stärken.

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