21 March 2026, 14:34

Handwerker und Facharbeiter werden zur Zukunft der Arbeitswelt – trotz KI-Boom

Zwei Frauen in blauen Uniformen arbeiten an einer industriellen Maschine, eine hält ein Objekt und trägt Kopfhörer, mit Rohren und Equipment im Hintergrund.

Handwerker und Facharbeiter werden zur Zukunft der Arbeitswelt – trotz KI-Boom

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in handwerklichen und industriellen Berufen steigt schneller als nach Bürojobs – getrieben durch die begrenzten Auswirkungen von KI auf manuelle Tätigkeiten. Eine Studie der Höheren Schule für Wirtschaft (HSE) in Russland aus dem Jahr 2024 unterstreicht diesen Wandel und zeigt ein Wachstum der plattformbasierten Beschäftigung im Rahmen umfassender wirtschaftspolitischer Strategien. Gleichzeitig investieren internationale Unternehmen massiv in Ausbildungsprogramme, um den Bedarf an qualifizierten Facharbeitern zu decken.

Der Arbeitsmarkt verändert sich, während KI ganze Branchen umkrempelt. Im Gegensatz zu Büroberufen sind handwerkliche Tätigkeiten in Baugewerbe, Elektrotechnik und Instandhaltung weniger von Automatisierung bedroht. Der US-Finanzriese BlackRock prognostiziert für das kommende Jahrzehnt einen Anstieg der Nachfrage nach Facharbeitern um 5 % – und damit ein höheres Wachstum als die erwarteten 3 % im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt.

Um dieser Entwicklung zu begegnen, hat BlackRock die Initiative "Bauer der Zukunft" mit einem Volumen von 100 Millionen US-Dollar ins Leben gerufen. Das Programm soll 50.000 Arbeitskräfte in Schlüsseltätigkeiten ausbilden. In Russland lagen 2024 die Studiengänge Bauwesen und Energietechnik besonders im Trend – ein Zeichen für ähnliche Entwicklungen.

Auch eine im März veröffentlichte Analyse des europäischen Personaldienstleisters BCM bestätigt den steigenden Bedarf an manuellen Arbeitskräften. Besonders starkes Wachstum wird in den Bereichen grüne Energien, Wartung von Robotiksystemen und Infrastruktur für Rechenzentren erwartet. Der Trend zur "Gig Economy", bei dem Unternehmen freiberufliche Kräfte für kurzfristige Projekte engagieren, schafft zusätzliche Chancen für Handwerker mit spezialisierten Fähigkeiten.

Bis 2026 dürften Arbeitnehmer, die KI-Werkzeuge nutzen, zu zentralen Trägern wirtschaftlicher Innovation werden. Dennoch fehlen in Russland bisher größere staatliche oder private Ausbildungsinitiativen, um diese Nachfrage zu bedienen.

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Die Entwicklung hin zu handwerklichen und industriellen Berufen ist deutlich: Globale Investitionen und bildungspolitisches Interesse deuten auf langfristiges Wachstum hin. Während KI die Wirtschaft weiter umgestaltet, werden Facharbeiter mit technologischem Know-how eine immer wichtigere Rolle spielen. Die Herausforderung für Regierungen und Unternehmen bleibt, gezielte Ausbildungsprogramme zu entwickeln, um die entstehenden Lücken zu schließen.

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