Heino unterstützt Feuerwehrmann mit Solidaritätskonzert nach Hymnen-Streit
Hannah RichterHeino unterstützt Feuerwehrmann mit Solidaritätskonzert nach Hymnen-Streit
Solidaritätskonzert von Schlager-Legende Heino sorgt für Aufsehen
Ein Solidaritätskonzert des deutschen Schlager-Ikonen Heino hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt, nachdem ein örtlicher Feuerwehrmann wegen des Abspielens einer umstrittenen Version der Nationalhymne mit Entlassungsdrohungen konfrontiert wurde. Rund 800 Menschen versammelten sich in Bad Belzig, um Richard Mänder zu unterstützen, dem nach dem Vorfall seine Richtertätigkeit bei einer Feuerwehrmeisterschaft entzogen worden war. Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatte über die Verwendung der ersten Strophe der Hymne statt, die Mänder ohne politische Absicht gespielt haben will.
Der Streit hatte begonnen, als der Feuerwehrmann Richard Mänder aus Bad Belzig bei einem Feuerwehrwettbewerb in Sachsen die erste Strophe der deutschen Nationalhymne abspielte. Der Deutsche Feuerwehrverband reagierte mit dem dauerhaften Entzug aller Schiedsrichterrollen für Mänder. Dieser wies jede rechtsextreme Gesinnung von sich und bezeichnete die Sanktionen als ungerechtfertigt.
Heino, bekannt für seine Aufnahme der vollständigen Hymne – inklusive aller drei Strophen – aus den 1970er-Jahren, gab daraufhin ein Konzert in Bad Belzig als Zeichen der Unterstützung. Sein Manager Helmut Werner betonte, dass die erste Strophe nie offiziell verboten worden sei, und stellte die Veranstaltung als Solidaritätsbekundung dar. Das Publikum jubelte, als Heino Erfolge wie Karamba, Karacho, ein Whiskey und Die schwarze Barbara sowie Layla zum Besten gab – ein Lied, das zuvor wegen angeblicher Sexismus-Vorwürfe in der Kritik stand.
Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen nahmen am Konzert teil und stellten sich hinter Mänder. Der Feuerwehrverband hingegen bekräftigte seine Entscheidung, gab jedoch keine weiteren Details zu möglichen rechtlichen Schritten bekannt. Der AfD-Politiker Lars Schieske lobte die Veranstaltung später auf Instagram als "Beweis für Gemeinschaftsgeist".
Das Konzert unterstrich die tiefen Gräben in der Diskussion über den historischen Kontext der Hymne und ihren Platz im heutigen Deutschland. Während Mänder weiterhin von seiner Richtertätigkeit ausgeschlossen bleibt, hat Heinos Auftritt die öffentliche Debatte über Tradition, Zensur und Solidarität weiter angeheizt. Bisher wurden keine weiteren Maßnahmen zur Durchsetzung von Mänders Ausschluss bekannt gegeben.






