06 May 2026, 16:32

Iggy Azalea verklagt: Betrugsvorwürfe um ihren Meme-Coin MOTHER

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien Hunderte von Dollar monatlich kosten können.

Iggy Azalea verklagt: Betrugsvorwürfe um ihren Meme-Coin MOTHER

Rapperin Iggy Azalea sieht sich mit Sammelklage wegen ihres Solana-basierten Meme-Coins MOTHER konfrontiert. Anleger werfen ihr vor, sie über die praktischen Anwendungsmöglichkeiten und das wirtschaftliche Potenzial des Tokens getäuscht zu haben. Die vor einem Bundesgericht eingereichte Klage fordert Schadensersatz für diejenigen, die Geld verloren haben, nachdem der Wert der Kryptowährung eingebrochen war.

Azalea brachte MOTHER 2024 auf den Markt und bewarb den Token intensiv in den sozialen Medien. Sie verband ihn mit einem größeren Ökosystem, zu dem ein geplantes Casino namens Motherland, ein Telekommunikationsdienst und ein Einzelhandelsmarktplatz gehören sollten. Innerhalb weniger Wochen stieg die Marktkapitalisierung des Tokens auf über 200 Millionen US-Dollar, mit einem Höchststand von etwa 0,23 US-Dollar pro Token – was einer voll verwässerten Bewertung von rund 227 Millionen US-Dollar entsprach.

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Die Klage, angeführt vom Einwohner von Wisconsin, Kenneth Kolbrak, wirft Azalea vor, die Nützlichkeit von MOTHER übertrieben dargestellt zu haben. Demnach nutzte Motherland vor allem den Stablecoin USDT für seine Geschäfte – und nicht, wie versprochen, den eigenen Token. Andere angekündigte Dienstleistungen wurden entweder nie eingeführt oder funktionierten nicht wie beworben. Die Anleger fordern nun Entschädigung, darunter gesetzliche Schadensersatzzahlungen, mögliche dreifache Schadensersatzleistungen sowie die Übernahme der Anwaltskosten.

Die Kanzlei Burwick Law, die für ihre Arbeit in Fällen rund um Meme-Coins bekannt ist, vertritt die Kläger. Bisher konnte die Kanzlei jedoch noch keinen vergleichbaren Fall vor Gericht gewinnen. Die Klage stellt zudem Azaleas Verbindungen zu den Krypto-Market-Makern Wintermute und DWF Labs infrage und deutet an, dass diese Beziehungen die Kursentwicklung von MOTHER beeinflusst haben könnten.

Seit seinem Höchststand ist der Wert von MOTHER um über 99 Prozent eingebrochen. Die Kläger bestehen auf ein Geschworenenverfahren, um den Streit beizulegen.

Der Fall unterstreicht die Risiken von Investitionen in Meme-Coins, die mit Prominenten-Werbung verbunden sind. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnte sie einen Präzedenzfall für ähnliche Ansprüche gegen hochkarätige Token-Befürworter schaffen. Das Ergebnis könnte auch Auswirkungen darauf haben, wie Meme-Coins in Zukunft beworben und reguliert werden.

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