IKEA revolutioniert Logistik mit elektrischen Schwerlast-Lkw in Italien
Lina SeidelIKEA revolutioniert Logistik mit elektrischen Schwerlast-Lkw in Italien
IKEA startet erstes voll elektrifiziertes Schwerlast-Transportprojekt in Italien
Der schwedische Möbelriese IKEA führt gemeinsam mit Mercedes-Benz Trucks und dem Logistikunternehmen LC3 Trasporti sein erstes Projekt für voll elektrifizierten Schwerlastverkehr auf der Straße ein. Ziel der Initiative ist es, die Emissionen im Gütertransport deutlich zu reduzieren. Zwei batteriebetriebene Lkw sind bereits im Einsatz, bis 2026 sollen weitere folgen.
Im Rahmen des Projekts werden Elektro-Lkw täglich Container zwischen den Häfen von Genua und La Spezia sowie dem IKEA-Verteilzentrum in Piacenza transportieren. Nach vollständiger Umsetzung wird das Vorhaben jährlich über 1,2 Millionen Kilometer emissionsfreien Transport ermöglichen. Zudem verringert der Umstieg auf E-Lkw die Lärmbelastung – besonders bei nächtlichen Lieferungen an Einzelhandelsstandorte.
Bis zum dritten Quartal 2026 soll die Flotte auf mehr als zehn Mercedes-Benz eActros 600 anwachsen. Die Partnerschaft konzentriert sich darauf, kostengünstige Lösungen zu entwickeln und gleichzeitig die europäischen Klimaziele zu unterstützen. Laut Angaben könnte das Projekt als Vorbild für andere IKEA-Verteilzentren in Europa dienen, auch wenn konkrete Expansionspläne noch nicht vorliegen.
Ewelina Taylor, Global Transport Manager bei der Inter IKEA Group, betonte, das Vorhaben werde den "ökologischen Fußabdruck im italienischen Güterverkehr drastisch verringern". Michele Ambrogi, Commercial Director von LC3 Trasporti, ergänzte, dass die Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette entscheidend sei, um Veränderungen voranzutreiben. Die Initiative ist Teil von IKEAs Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden.
Das Projekt startet im Oktober 2026 und setzt zunächst auf die Reduzierung von CO₂-Emissionen auf IKEAs Transportrouten. Durch den Ausbau der E-Flotte will das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsziele vorzeitig erreichen. Die Maßnahme unterstützt darüber hinaus die Bestrebungen, ein saubereres Logistiksystem in Europa aufzubauen.






