Ilaria Salis: Polizeikontrolle in Rom entfacht neue politische Debatte
Lina SeidelIlaria Salis: Polizeikontrolle in Rom entfacht neue politische Debatte
Eine Polizeikontrolle in einem Römer Hotel hat die italienische Abgeordnete Ilaria Salis in eine neue Kontroverse gestürzt. Gemeinsam mit ihrem parlamentarischen Mitarbeiter Ivan Bonnin wurde sie vor einer geplanten Demonstration von Beamten angehalten. Der Vorfall hat die politische Debatte über ihr Handeln und die Verwendung öffentlicher Gelder erneut entfacht.
Salis, die 2024 ins Europäische Parlament gewählt wurde, behauptet, die Polizei habe sie und Bonnin ohne Grund ins Visier genommen. Italienische Medien berichten, Bonnin könne ihr Lebenspartner sein – was Fragen zu seiner Anstellung als parlamentarischer Mitarbeiter aufwirft, der mit Steuergeldern der EU finanziert wird.
Der Polizeieinsatz erfolgte demnach nach einem Alarm im Schengener Informationssystem, der von deutschen Behörden ausgelöst worden war. Bonnin hat Vorstrafen wegen gewalttätiger Auseinandersetzungen während Studentenproteste in Bologna. Salis selbst war zuvor in Budapest festgenommen worden, nachdem sie beschuldigt wurde, Anhänger der extremen Rechten angegriffen zu haben.
Kritiker werfen ihr nun vor, ihre parlamentarische Immunität zu missbrauchen. Der Vorfall hat die Prüfung ihrer politischen Aktivitäten und die Anstellung Bonnins verschärft, dessen Vergangenheit Verurteilungen wegen Landfriedensbruchs umfasst.
Die Konfrontation in Rom vertieft die Gräben in der italienischen Politik. Abgeordnete und Medien hinterfragen weiterhin Salis' Verhalten und die Finanzierung ihres Mitarbeiters. Von einer Beruhigung der Lage ist nichts zu spüren.






