16 April 2026, 22:36

Indigene Unternehmen fordern faire Chancen bei Regierungsaufträgen in Kanada

Plakat des Sioux City Union Loan and Trust Co. Gebäudes mit mehreren Personen davor und Text unten.

Indigene Unternehmen fordern faire Chancen bei Regierungsaufträgen in Kanada

Der Kanadische Rat für indigene Unternehmen (CCIB) begrüßt neuen Bericht des Beschaffungsombudsmanns zu langjährigen Problemen in der öffentlichen Auftragsvergabe

Der Kanadische Rat für indigene Unternehmen (Canadian Council for Indigenous Business, CCIB) hat einen neuen Bericht des Beschaffungsombudsmanns positiv aufgenommen, der sich mit seit langem bestehenden Mängeln in der Bundesbeschaffung befasst. Seit über einem Jahrzehnt setzt sich die Organisation für ein faireres, transparenteres System ein, das indigene Unternehmen besser einbindet.

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Der Bericht des Ombudsmanns benennt zentrale Hürden in den aktuellen Vergabepraktiken, darunter unverständliche Formulierungen, übermäßig komplexe Verfahren und mangelnde Kommunikation. Diese Probleme erschweren es indigenen Firmen, sich um Regierungsaufträge zu bewerben. Der CCIB fordert seit Langem vereinfachte Abläufe und klarere Leitlinien, um Unternehmen die Navigation durch das System zu erleichtern.

Als eine der Kernempfehlungen schlägt der Bericht die Schaffung einer dauerhaften, von Indigenen geleiteten Institution vor, die die im Rahmen der Beschaffungsstrategie für indigene Unternehmen (Procurement Strategy for Indigenous Business, PSIB) vorgesehenen Sonderregelungen prüfen und anfechten kann. Der CCIB unterstützt diesen Vorschlag nachdrücklich und argumentiert, dass dadurch mehr Fairness und Rechenschaftspflicht gewährleistet würden. Zudem befürwortet die Organisation die Forderung nach einer umfassenden indigenen Beschaffungspolitik – eine Maßnahme, für die sie sich bereits seit Jahren einsetzt.

Um den Zugang zu verbessern, hat der CCIB die Regierung aufgefordert, Beschaffungschancen zu zentralisieren und die Verwaltung zu verschlanken. Zudem schlagen sie eine unabhängige, von Indigenen geführte Vermittlungsstelle vor, die ethische Standards und die Richtigkeit von Daten überwachen soll. Durch die gemeinsame Überprüfung der Richtlinien mit indigenen Gruppen, so der Rat, ließen sich anhaltende Barrieren besser identifizieren und abbauen.

Der CCIB betonte, dass starre Vorschriften und unklare Anforderungen die wirtschaftliche Teilhabe indigener Gemeinschaften behindert hätten. Das Ziel bleibe die volle wirtschaftliche Inklusion der Indigenen Bevölkerung in ganz Kanada.

Die Empfehlungen des Ombudsmanns decken sich weitgehend mit den eigenen Reformforderungen des CCIB. Würden die Vorschläge umgesetzt, könnten sie die Auftragsvergabe vereinfachen, die Transparenz erhöhen und indigene Unternehmen besser fördern. Die nächsten Schritte hängen nun davon ab, wie zügig die Bundesregierung auf die Erkenntnisse reagiert.

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