Intesa Sanpaolo zahlt 31,8 Millionen Euro Strafe für Datenschutzverstöße
Hannah RichterIntesa Sanpaolo zahlt 31,8 Millionen Euro Strafe für Datenschutzverstöße
Italienische Datenschutzbehörde verhängt 31,8 Millionen Euro Strafe gegen Intesa Sanpaolo
Die italienische Datenschutzaufsicht hat die Bank Intesa Sanpaolo mit einer Strafe in Höhe von 31,8 Millionen Euro belegt, weil sie unbefugten Zugriff auf Kundenkonten nicht verhindert hat. Bei dem Vorfall waren über einen Zeitraum von zwei Jahren die Bankdaten von mehr als 3.500 Kunden betroffen, darunter auch prominente Persönlichkeiten. Die Aufsichtsbehörden stellten fest, dass die Sicherheitsvorkehrungen der Bank sowie ihre Reaktion auf den Vorfall schwerwiegende Mängel aufwiesen.
Der unberechtigte Zugriff erfolgte zwischen Februar 2022 und April 2024, als ein Mitarbeiter wiederholt Kundendaten ohne berechtigten Grund einsehen konnte. Die internen Kontrollmechanismen der Bank versagten bei der Erkennung der unerlaubten Aktivitäten, was ein gravierendes Versagen der Aufsicht offenlegte. Unter den Betroffenen befanden sich 3.573 als "hochriskant" eingestufte Kunden, darunter bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
Die italienische Datenschutzbehörde leitete die Ermittlungen ein, nachdem Intesa Sanpaolo den Vorfall im Juli 2024 gemeldet hatte. Die Aufseher kritisierten das Krisenmanagement der Bank scharf, insbesondere die unvollständigen Benachrichtigungen und unnötigen Verzögerungen. Ihre Untersuchungen deckten gravierende Schwächen im Geschäftsmodell der Bank auf, vor allem die Unfähigkeit, unbefugten Datenzugriff zu verhindern oder zu erkennen.
Die Höhe der Strafe spiegelt die Schwere und Dauer des Fehlverhaltens sowie die unzureichende Reaktion der Bank wider. Die Behörden kamen zu dem Schluss, dass Intesa Sanpaolo keine ausreichenden Schutzmaßnahmen zum Schutz persönlicher Bankdaten umgesetzt hatte.
Die Strafe von 31,8 Millionen Euro unterstreicht die Notwendigkeit einer stärkeren Datensicherheit bei der Bank. Intesa Sanpaolo muss nun die festgestellten Mängel beheben, um weitere Verstöße zu verhindern. Der Fall dient zudem als Mahnung für die Risiken, die von unzureichenden internen Kontrollen in Finanzinstituten ausgehen.






