Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs eine Steuer auf Einwegverpackungen ein
Lina SeidelPotsdam führt als erste Stadt Brandenburgs eine Steuer auf Einwegverpackungen ein
Potsdam führt ab 1. Juli 2023 eine Steuer auf Einwegverpackungen ein – und ist damit die erste Stadt in Brandenburg, die eine solche Abgabe erhebt. Die Behörden erhoffen sich durch die neue Regelung nicht nur zusätzliche Einnahmen, sondern auch eine spürbare Reduzierung des Müllaufkommens durch Wegwerfartikel.
Die Steuer sieht vor, dass auf jeden Einwegbecher, -teller oder -schüssel 50 Cent aufgeschlagen werden. Besteck wird mit einem geringeren Aufschlag von 20 Cent pro Stück belegt. Potsdam folgt damit dem Vorbild Tübingen, wo ein ähnliches Modell bereits seit einiger Zeit gilt.
Mittlerweile haben auch andere deutsche Städte nachgezogen: Sowohl Freiburg als auch Konstanz besteuern inzwischen Einwegverpackungen. Die Kommunalverwaltungen in Brandenburg beobachten die Entwicklung mit großem Interesse – viele kämpfen mit knappen Haushalten und suchen nach neuen Einnahmequellen.
Der Städtetag Brandenburg unterstützt den Potsdamer Ansatz. Ab 2027 könnte die Abgabe voraussichtlich jährlich rund eine Million Euro in die Stadtkassen spülen. Bereits in wenigen Wochen tritt die Verpackungssteuer in Kraft. Ihr Ziel: Müll vermeiden und gleichzeitig die städtischen Finanzen stärken. Potsdams Modell könnte schon bald Schule machen – und weitere Kommunen in Brandenburg zum Nachziehen bewegen.






