Isabelle Huppert glänzt als einsame Milliardärin in neuem Kinodrama
Die reichste Frau der Welt – ein neuer Film, inspiriert vom Leben der L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt, kommt am 19. März in die Schweizer Kinos. In der Hauptrolle verkörpert Isabelle Huppert Marianne, eine Milliardärin und Kosmetik-Erbin, deren Reichtum ihr sowohl Macht als auch tiefe Einsamkeit beschert.
Die Handlung begleitet Marianne, eine Frau, deren immenses Vermögen sie weder vor falschen Entscheidungen noch vor Isolation bewahrt. Ihr Leben nimmt eine dramatische Wende, als sie auf Pierre-Alain Fantin trifft, einen charmant-egozentrischen Fotografen, gespielt von Laurent Lafitte. Ihre Freundschaft vertieft sich, doch sie belastet das ohnehin schon fragile Verhältnis zu ihrer Tochter.
Der Film scheut sich nicht, die Schattenseiten des Reichtums zu zeigen: wie Geld das Urteilsvermögen trübt und selbst engste Vertraute zu Opportunisten werden lässt. Die Handlung lehnt sich an reale Ereignisse an, insbesondere an den Skandal um Bettencourts Beziehung zu François-Marie Banier. Dieser erhielt von ihr rund eine Milliarde Euro – ein Geschenk, das einen erbitterten Rechtsstreit mit ihrer Tochter auslöste. Banier wurde später wegen Ausbeutung verurteilt, der Ruf der Familie war ruiniert.
Huppert gelingt es, Mariannes Mischung aus Arroganz und Verletzlichkeit einzufangen, während Lafitte Pierre-Alains berechnenden Charme überzeugend verkörpert. Gemeinsam zeichnen sie das Bild einer Welt, in der Privilegien weder vor Kummer noch vor Fehlentscheidungen schützen.
Ab dem 19. März ist der Film in den Schweizer Kinos zu sehen. Er wirft einen schonungslosen Blick darauf, wie Reichtum Beziehungen verzerren und selbst die Mächtigsten verletzlich zurücklassen kann. Die realen Wurzeln der Geschichte in Bettencourts umstrittenem Leben verleihen den Themen eine zusätzliche, beunruhigende Aktualität.






