Italien kämpft um die WM-Qualifikation – Entscheidungsspiel gegen Nordirland steht bevor
Lina SeidelItalien kämpft um die WM-Qualifikation – Entscheidungsspiel gegen Nordirland steht bevor
Italien kämpft erneut um die WM-Teilnahme
Die italienische Fußballnationalmannschaft muss sich einmal mehr über die Playoffs für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Zum dritten Turnier in Folge steht die Squadra Azzurra vor dieser Hürde – diesmal führt der Weg zur WM 2026 über ein entscheidendes Spiel gegen Nordirland.
Bei einem Sieg würde Italien in Gruppe B auf Kanada, Katar und die Schweiz treffen. Zuvor muss das Team jedoch nicht nur Nordirland, sondern auch im finalen Playoff-Runde entweder Wales oder Bosnien-Herzegowina besiegen.
Italien war zuletzt 2014 bei einer WM vertreten. Seither kämpft die Mannschaft mit einer krassen Durststrecke. Roberto Mancini, der die Azzurri 2021 zum EM-Titel führte, scheiterte mit der Qualifikation für die WM 2022 und wechselte 2023 nach Saudi-Arabien. Nun liegt die Verantwortung bei Gennaro Gattuso, der die zehnjährige WM-Abwesenheit beenden soll.
Das anstehende Spiel gegen Nordirland findet im Stadion von Bergamo statt – eine bewusste Wahl Gattusos, der auf die Unterstützung einer leidenschaftlichen Heimatkulisse setzt. Doch Nordirlands Kapitän Conor Bradley wird verletzungsbedingt fehlen.
Die Probleme des italienischen Fußballs beschränken sich nicht auf die Nationalmannschaft. Die Serie A hat an Bedeutung verloren, seit 2010 gewann kein italienischer Klub mehr die Champions League. Gleichzeitig läuft der Wiederaufbau: Ehemalige Stars wie Gianluca Zambrotta und Simone Perrotta arbeiten nun im Nachwuchsbereich, um Technik und Kreativität zu fördern.
Trotz der Fußballkrise glänzt Italien in anderen Sportarten. Die Volleyball-Männer dominieren mit Weltmeistertiteln 2014, 2018 und 2022, Olympiagold 2020 sowie Europameisterschaften 2015 und 2021. Im Tennis triumphierte Flavia Pennetta 2015 bei den US Open, während Jannik Sinner 2024 die Australian Open und die US Open gewann und zudem zweimal den Davis Cup holte. Auch Ferrari bleibt in der Formel 1 konkurrenzfähig: Charles Leclerc feiert Siege und Podestplatzierungen, wenn auch der letzte WM-Titel 2007 datiert.
Ein Sieg gegen Nordirland ist für Italiens WM-Träume unverzichtbar. Bei einem Weiterkommen wartet im finalen Playoff Wales oder Bosnien-Herzegowina. Die Qualifikation würde die erste Teilnahme seit zwölf Jahren bedeuten – und eine Chance, den Stolz auf den italienischen Fußball zurückzubringen.






