29 April 2026, 11:00

Jakutien feuert Tausende Beamte – doch die Löhne bleiben niedrig

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Moskauer Stadtstraße mit Gebäuden, Bäumen, Strommasten, Passanten und einem bewölkten Himmel, mit kyrillischer Schrift oben.

Jakutien feuert Tausende Beamte – doch die Löhne bleiben niedrig

Jakutien streicht Tausende Stellen im öffentlichen Dienst im Rahmen eines umfangreichen Personalabbauplans. Die Umstrukturierung hat bereits zu Entlassungen, ausstehenden Abfindungen und rechtlichen Auseinandersetzungen mit ehemaligen Beschäftigten geführt. Die Behörden betonen jedoch, dass die Maßnahmen zu höheren Gehältern für die verbleibenden Mitarbeiter führen sollen.

Im Dezember 2025 hatte Jakutiens Regierungschef Aisen Nikolajew angekündigt, in den kommenden Jahren rund 2.000 Stellen abzubauen. Dabei sollten 70 Prozent der Kürzungen den Verwaltungs- und Führungsbereich betreffen. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, die Löhne der verbleibenden kommunalen Angestellten zu erhöhen.

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Bis Mitte 2025 hatten bereits 300 Beschäftigte im öffentlichen Haushalt ihre Arbeit verloren. Nur etwa ein Drittel von ihnen fand eine neue Anstellung. Allein im Bezirk Werchnewiljuisk bestätigte die Sprecherin Jekaterina Nogowizyna, dass durch "Effizienzsteigerungen" 210 Stellen gestrichen werden – darunter 319 Lehrer und Erzieher. Viele der Entlassenen sahen sich mit Kürzungen bei ihren gesetzlich zugesicherten Leistungen konfrontiert.

Ehemalige Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben inzwischen rechtliche Schritte eingeleitet. Sie werfen vor, dass ihnen vertraglich zugesicherte Abfindungen vorenthalten wurden. Unterdessen wies Verkehrsminister Vladimir Siwzew auf anhaltende Bedenken hin, dass die Löhne der kommunalen Mitarbeiter im selben Bezirk nach wie vor zu niedrig seien.

Die Stellenstreichungen ziehen sich weiter hin, und in den nächsten Jahren sind weitere Entlassungen zu erwarten. Die betroffenen Arbeitnehmer stehen vor finanzieller Unsicherheit, während sie um ausstehende Leistungen vor Gericht kämpfen. Die Behörden halten daran fest, dass die Kürzungen langfristig zu besseren Gehältern für die im öffentlichen Sektor Jakutiens verbleibenden Beschäftigten führen werden.

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