Jamie Oliver wagt in London ein Comeback mit neuem "Jamie's Italian"
Jamie Oliver eröffnet erneut ein "Jamie's Italian" in Londons West End – sieben Jahre nach dem Kollaps der Kette
Der Starkoch bezeichnet das Scheitern als "kleine Panne" und betont, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Diesmal arbeitet er mit der Brava Hospitality Group zusammen – dem Team hinter der Restaurantkette Prezzo Italian – um das neue Lokal mit 140 Plätzen zu eröffnen.
Oliver hatte "Jamie's Italian" 2008 ins Leben gerufen und die Kette auf über 60 Standorte weltweit ausgebaut. Doch bis 2019 war das Unternehmen pleite, hinterließ Schulden in Höhe von 83 Millionen Pfund und kostete 1.000 Menschen ihren Job. Kritiker führten schlechte Online-Bewertungen und die Priorisierung von Masse statt Klasse als Hauptgründe für den Niedergang an.
Der Koch gibt offen zu, mit Zahlen nie seine Stärke gehabt zu haben, und räumt ein, bei der Führung seiner Restaurants "die Grundlagen" falsch angepackt zu haben. Trotz des Rückschlags gibt es noch rund 70 Franchise-Filialen von "Jamie's Italian" in über 20 Ländern – vor allem außerhalb Großbritanniens.
Das neue Restaurant in London soll mit klassischen Pastagerichten zu bezahlbaren Preisen Kunden zurückgewinnen. Zur Eröffnung am 9. März erhielten spontane Gäste gratis Pasta. Zudem lockt Oliver mit kostenloser Pasta oder Ravioli Fritti für alle, die alte Servietten oder Goldkarten von "Jamie's Italian" mitbringen.
Die Wiedereröffnung markiert Olivers Rückkehr in die britische Gastronomieszene nach Jahren der Durststrecke. Mit einem neuen Partner und dem Fokus auf Qualität testet der Koch, ob seine Marke wieder Fuß fassen kann. Der Erfolg dieser Filiale könnte über die Zukunft von "Jamie's Italian" in Großbritannien entscheiden.






