Jens Zangenfeind wird neuer Landrat im Landkreis Miesbach nach historischem Wahlsieg
Mila VoigtJens Zangenfeind wird neuer Landrat im Landkreis Miesbach nach historischem Wahlsieg
Im Landkreis Miesbach steht nach einem knapp umkämpften Wahlkampf ein neuer Landrat fest: Jens Zangenfeind von den Freien Wählern (FWG) hat sich in der Stichwahl klar durchgesetzt. Die Wahl markiert einen Wechsel in der lokalen Führung nach Jahren dominanter CSU-Herrschaft.
Der Wahlkampf begann mit sieben Bewerbern, die um die Nachfolge von Olaf von Löwis konkurrierten. Der scheidende CSU-Landrat hatte nach einer Amtszeit seit 2014 auf eine erneute Kandidatur verzichtet – damals war er selbst Nachfolger des Grünen-Politikers Wolfgang Rzehak geworden.
In der ersten Runde erreichte Franz Schnitzenbaumer, CSU-Kandidat und ehemaliger Bürgermeister von Schliersee, 22 Prozent der Stimmen. Zangenfeind, bisheriger Bürgermeister von Hausham, zog gemeinsam mit ihm in die Stichwahl ein. Dort setzte sich Zangenfeind schließlich mit überwältigenden 78 Prozent der Stimmen durch.
Die politische Landschaft im Landkreis Miesbach hat sich in den vergangenen zehn Jahren gewandelt. Unter Rzehak (2008–2014) hielten die Grünen kurzzeitig das Amt des Landrats, bevor die CSU mit von Löwis die Führung zurückerlangte. Zwar blieb die Region konservativ geprägt, doch bei jüngsten Kommunalwahlen zeigten sich wachsende Zustimmungswerte für Grüne und SPD – ein Trend, der sich bayernweit beobachten lässt.
Mit seinem Erdrutschsieg beendet Zangenfeind die jüngste CSU-Dominanz im Landratsamt. Seine Amtszeit beginnt in einer Phase, in der Miesbach traditionelle konservative Ausrichtungen mit dem Aufstieg alternativer Parteien in Einklang bringen muss. Das Ergebnis spiegelt die sich verändernden Prioritäten der Wähler in der Region wider.






