Jugendkriminalität in Österreich erreicht 2025 Rekordhöhe – was jetzt geplant ist
Hannah RichterJugendkriminalität in Österreich erreicht 2025 Rekordhöhe – was jetzt geplant ist
Österreichs Kriminalstatistik 2025: Deutlicher Anstieg bei Jugendkriminalität und Gesamtstraftaten
Die Kriminalstatistik Österreichs für das Jahr 2025 zeigt einen markanten Anstieg der Jugendkriminalität sowie der insgesamt gemeldeten Straftaten. Wie aus den jüngsten Zahlen des Innenministeriums hervorgeht, hat sich die Zahl der von 10- bis 14-Jährigen begangenen Straftaten im Vergleich zum Vorjahrzehnt um 55 Prozent erhöht. Behörden ziehen nun strengere Maßnahmen in Erwägung, darunter jugendgerechte Haftstrafen für junge Straftäter sowie ein generelles Verbot des Mitführens von Messern in der Öffentlichkeit.
Allein im vergangenen Jahr wurden 13.179 Tatverdächtige in dieser Altersgruppe registriert – ein Anstieg gegenüber 5.271 im Jahr 2016. Der jährliche Zuwachs von 9,4 Prozent gibt Politikern Anlass zur Sorge. Innenminister Gerhard Karner betonte, dass diese Jahresstatistiken maßgeblich die Polizeistrategien und Regierungsentscheidungen prägen.
Insgesamt verzeichnete Österreich 2025 mit 538.656 Straftaten den höchsten Wert seit einem Jahrzehnt. Gleichzeitig erreichte die Aufklärungsquote mit 53,6 Prozent den besten Stand der letzten zehn Jahre. Unter den Delikten entfielen 63.459 auf Cyberkriminalität – ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber 2024.
Die Daten zeigen zudem einen wachsenden Anteil nicht-österreichischer Tatverdächtiger, der nun bei 47,7 Prozent liegt. Im vergangenen Jahr wurden rund 3.000 verurteilte Straftäter in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Die Zahl der Tötungsdelikte belief sich auf 74 Opfer, darunter 34 Frauen und 40 Männer.
Als Reaktion darauf werden nun jugendstrafrechtliche Haftmaßnahmen für unter 14-Jährige sowie ein flächendeckendes Messerverbot diskutiert.
Der Kriminalitätsbericht 2025 verzeichnet sowohl bei Jugendstraftaten als auch bei der Gesamtzahl der registrierten Delikte den höchsten Stand seit zehn Jahren. Mit 345.095 Tatverdächtigen und einem steigenden Anteil nicht-österreichischer Beschuldigter prüft die Regierung verschärfte Vollzugsmaßnahmen. Die Zahlen dürften künftige Polizeistrategien und Rechtsreformen maßgeblich beeinflussen.






