Kabelwerk Köpenick wird zum lebendigen Wohn- und Arbeitsquartier umgestaltet
Emil LangeKabelwerk Köpenick wird zum lebendigen Wohn- und Arbeitsquartier umgestaltet
Ein seit langem verlassener Industriekomplex im Berliner Bezirk Köpenick steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Wohnbaugruppe BUWOG plant, das ehemalige Kabelwerk Köpenick in ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnungen, Büros und Gemeinschaftsflächen umzuwandeln. Die Bauarbeiten sollen 2026 beginnen.
Das 66.000 Quadratmeter große Gelände, einst ein Zentrum für die Produktion von Hochspannungs- und Telekommunikationskabeln, liegt seit Jahrzehnten brach. Vor der Neuentwicklung sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen vorgesehen, um die durch jahrzehntelange Vernachlässigung entstandenen Altlasten und Schäden zu beseitigen.
Das neue Viertel wird rund 900 Wohnungen umfassen, die überwiegend in vier- bis sechsgeschossigen Gebäuden untergebracht sein werden. Zudem sind eine Kita für 80 Kinder, Restaurants und Gewerbeflächen geplant. Zwei historische Backsteinhallen des ehemaligen Werks bleiben erhalten und werden zu Büros, Werkstätten und Gemeinschaftsgärten umgenutzt.
Der Denkmalschutz spielt bei der Gestaltung eine zentrale Rolle: Das ursprüngliche Torhaus, Teile der alten Gleisanlagen sowie die Umfassungsmauer entlang der Friedrichshagener Straße bleiben bestehen. Die Mauer wird zugleich als Lärmschutz für das künftige Quartier dienen.
Die Wurzeln des 1858 gegründeten Standorts reichen tief in die Industriegeschichte zurück. Die Umgestaltung soll das historische Erbe mit modernem Wohnen verbinden und gleichzeitig ein lebendiges Wohn- und Arbeitsumfeld schaffen.
Der Baubeginn ist für 2026 vorgesehen und markiert den Start in ein neues Kapitel für das ehemalige Kabelwerk. Nach Fertigstellung wird das Gelände Wohnraum, Kinderbetreuung und Gewerbeflächen bieten – alles bei Bewahrung industrieller Spuren der Vergangenheit. Zudem werden vor dem Einzug der neuen Bewohner die langjährigen Altlastenprobleme behoben.






